FDP-Gründung klappte im zweiten Anlauf

Ortsverband

Im zweiten Anlauf hat es die FDP geschafft, in Raesfeld einen Ortsverband zu gründen. Nach dem geringen Interesse der Bürger beim ersten Versuch im vergangenen Jahr hielt sich die Parteispitze hinsichtlich der zweiten Gründungsversammlung etwas bedeckt.

Raesfeld

, 17.01.2017, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Vorstand des neuen FDP-Ortsverbands (vorne, v.l.): Hans-Dieter Angermann, Margitta Ubert, Reinhad G. Nießing, Harald Ubert sowie Kreisvorsitzender Bastian Nitsche, (hintere Reihe, v.l.) Henning Höhne, Werner Schlüß, Johannes Lehmbrock, Klaus Mohr, André Schlüß sowie Georg Steinkamp.

Der Vorstand des neuen FDP-Ortsverbands (vorne, v.l.): Hans-Dieter Angermann, Margitta Ubert, Reinhad G. Nießing, Harald Ubert sowie Kreisvorsitzender Bastian Nitsche, (hintere Reihe, v.l.) Henning Höhne, Werner Schlüß, Johannes Lehmbrock, Klaus Mohr, André Schlüß sowie Georg Steinkamp.

„Wir haben diesen Tag sehr kurzfristig einberufen, denn wir wussten diesmal nicht, wohin der Weg geht“, sagte auf Anfrage unserer Zeitung Bastian Nitsche, Kreisvorsitzender der FDP. Rund 30 interessierte Bürger kamen in der vergangenen Woche in den Saal der Gaststätte Nießing. Die Ziele des Ortsverbandes? „Wir möchten vor Ort bürgernahe kommunale Ziele anbieten und unser Bestreben ist eine gemeinsame Zusammenarbeit mit den Raesfeldern“, so Nitsche.

Vorstand

Hans-Dieter Angermann ist Vorsitzender des neuen FDP-Ortsbands, sein Stellvertreter Reinhard G. Nießing. Schatzmeister ist Werner Schlüß. Die Beisitzer Johannes Lehmbrock, Klaus Mohr, Georg Stenkamp, André Schlüß, Margitta Ubert und Harald Ubert (Kassenprüfer) komplettieren den Vorstand. Hans-Dieter Angermann will über das Engagement vor Ort eine Veränderung in der politischen Landschaft in NRW erwirken. „Da kam mir die Gründung des Ortsverbandes gerade recht. Die Freien Demokraten waren mir immer schon sehr nahe“, erklärt Angermann. „Wir brauchen Veränderungen im ganzen Land, welches von den Rot-Grünen in den letzten sieben Jahren kaputt gewirtschaftet wurde.“

Reinhard G. Nießing sagt, dass viele Dinge nicht mehr in Ordnung seien, auch nicht in Raesfeld. Viele Menschen fühlten sich nicht mehr ernst genommen, wenn Antworten auf schriftliche Eingaben oder Fragen ausblieben. „Politik ist ein dynamischer Prozess, tagtäglich.“ Werner Schlüß ist dem Ortsverein der FDP beigetreten „aufgrund der globalen Veränderungen, wie die Zinsabschaffung, Veränderungen in der globalen Wirtschaft wie der Brexit, die Wahl von Trump in den den USA, die aktuelle Flüchtlingskrise und das sehr starke Aufkommen der rechten Politik“. Er hofft, dass mittelfristig in Raesfeld und Erle die Gemeindepolitik die wirtschaftspolitische Orientierung des Mittelstandes noch mehr in den Vordergrund stellt.

"Richtiger Zeitpunkt"

Das Raesfelder Unternehmerehepaar Ubert hatten immer schon einen engen Bezug zu der FDP und möchte mit ihrem Eintritt in den Ortsverband regional und überregional etwas bewegen. „Die FDP ist eine Partei der Mitte und wird dringend gebraucht, denn sie vertritt nicht nur die Mittelschicht, sondern auch Kleinunternehmer mit realistischen Argumenten“, so Margitta Ubert. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt gekommen. „Christian Lindner scheint mir eine Person zu sein, die die Partei wieder nach vorne bringen kann. Wir stellen uns vor, die 7,5 Prozent zu erreichen, sodass wir auch im Ort etwas bewegen können“, hofft Margitta Ubert mit Blick auf die Wahlen. PeBo

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