Fracking: „Das Thema ist bis auf Weiteres gestorben“

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Als „Fracking“ wird die Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten bezeichnet. Drei sogenannte „Aufsuchungserlaubnisse“ musste Raesfeld trotz Gegenwehr dulden - bis jetzt.

Raesfeld

, 20.05.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Beim Fracking werden unter hohem Druck Flüssigkeiten (mit Chemikalien) in tiefe Gesteinsschichten gepumpt, um die Durchlässigkeit zu erhöhen und Erdgas zu gewinnen. Dies wurde gesellschaftlich kontrovers diskutiert, da die Umweltrisiken des Verfahrens in den USA zu beobachten sind. Auch die Gemeinde Raesfeld hatte sich bereits 2011 mit einem Appell an Bund und Land gewandt und sich gegen das Fracking ausgesprochen. Seit 2017 ist Fracking generell verboten.

Doch es gab immer noch die sogenannten „Aufsuchungserlaubnisse“ in rund 60 Prozent der NRW-Landesfläche. Dieser bergrechtliche Terminus sichert einem Unternehmen zu, dass es exklusiv ein Gebiet nach Bodenschätzen erkunden darf.

„Wir haben versucht, uns dagegen zu wehren“

Gleich drei Unternehmen erhielten eine solche Aufsuchungserlaubnis auf Raesfelder Gebiet. „Wir haben versucht, uns dagegen zu wehren - das war allerdings erfolglos“, so Tesing. Seine erfreuliche Nachricht an den Planungsausschuss am Montag: „Jetzt ist die letzte Aufsuchungserlaubnis abgelaufen.“

ExxonMobile hatte diese Aufsuchungserlaubnis für eine Fläche von insgesamt 2000 Quadratkilometern erhalten, die viele Gemeinden und Städte nördlich von Raesfeld mit umfasste. Tesing: „Damit ist das Thema Fracking bis auf Weiteres gestorben.“

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