Grüne kritisieren ökologische Ausgleichsmaßnahmen als „unzureichend“

Ökologischer Ausgleich

Als „unzureichend“ kritisieren die Grünen, dass die Gemeinde bei Eingriffen in die Natur zwar Ökopunkte gekauft, aber keine tatsächlichen Maßnahmen ergriffen habe. Eine Lösung sei möglich.

Raesfeld

, 12.06.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Grünen fordern, dass künftig ein externer Dienstleister für den ökologischen Ausgleich bei Baumaßnahmen in der Gemeinde Raesfeld sorgt.

Die Grünen fordern, dass künftig ein externer Dienstleister für den ökologischen Ausgleich bei Baumaßnahmen in der Gemeinde Raesfeld sorgt. © Berthold Fehmer

Es ist seit einiger Zeit das Streitthema in fast jedem Raesfelder Planungs- und Bauausschuss: Immer wieder weisen die Grünen darauf hin, dass die Kompensation der Umwelteingriffe besser geregelt und ortsnah erfolgen müssen. Nun macht Fraktionsvorsitzender Holger Lordieck einen Vorschlag, wie das Problem gelöst werden könnte: von einem externen Anbieter.

Lordieck schlägt die Zusammenarbeit mit der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft vor. Dadurch solle sichergestellt werden, „dass eine ökologische Aufwertung auch tatsächlich erfolgt“. Die Stiftung vermittle zwischen Landwirten, Genehmigungsbehörden und Bauherren und setze Maßnahmen mit Landwirten um - inklusive der Pflege. Die landwirtschaftliche Fläche bleibe erhalten, die langfristige Umsetzung sei gesichert und die Landwirte erhielten Einkommensmöglichkeiten.

Eigenes Konto

Die Verwaltung schließt sich dem Vorschlag an, einen Referenten der Stiftung einzuladen. Sie weist aber auch darauf hin, dass laut Baugesetzbuch ein unmittelbar räumlicher Zusammenhang zwischen Eingriff und Ausgleich nicht erforderlich sei. Zudem strebe man ein eigenes Ökokonto an, mit dem Ausgleichsmaßnahmen auf eigenen Flächen mit Landwirten, Bauhof oder Externen umgesetzt werden könnten. Am Ende sei es auch eine Kostenfrage, welches Modell man wähle. Der Rat entscheidet darüber am 15. Juni.

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