"Haus Berthold" soll einem Hotel weichen

Einstimmiger Beschluss

Das ehemalige „Haus Berthold“ am Rabodoweg in Nähe des Schlosses Raesfeld soll einem Hotel- und Seminargebäude weichen. Einstimmig hat der Planungsausschuss der Gemeinde Raesfeld am Montag der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans zugestimmt.

Raesfeld

, 25.10.2016, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Haus Berthold" soll einem Hotel weichen

Das "Haus Berthold" soll abgerissen werden und einem Hotel weichen.

Der Trägerverein zur Förderung der Bildungsarbeit im Schloss Raesfeld will wie berichtet das Haus verkaufen. Aus drei Flurstücken bestehe das rund 2600 Quadratmeter große Grundstück, auf dem nun das Hotel- und Seminargebäude geplant wird, sagte der Erste Beigeordnete Martin Tesing. Zwei davon gehören dem Trägerverein, eines mit 670 Quadratmetern der Gemeinde Raesfeld.

Gestaltungssatzung

„Wen man überlegt, dieses Gebiet zu überplanen, muss man sich Gedanken über die planerischen Ziele machen“, sagte Tesing und nannte den Denkmalschutz auf der einen, und die Gestaltungssatzung auf der anderen Seite. Ein Ziel müsse sein, die durch das derzeitige Gebäude verstellte Sichtachse zu Schloss herzustellen. Dem schloss sich Rupert Koller (UWG) an. Er sprach die auf dem Grundstück vorhandene „alte Baumsubstanz“ an, die man ebenfalls in die Planung einbeziehen müsse. Zudem sei die Frage der Zufahrt zu klären. „Bei einem Hotel gibt es mehr Fahrzeugverkehr.“ Insbesondere im Kreuzungsbereich zur B 70 (Weseler Straße) sah er eine Gefährdung aufgrund der großen Hecke auf einer Seite der Straße. „Eine Begrenzung auf 70 gibt es da schon.“ Diesen Bereich müsse man im Auge behalten. Ansonsten stehe man dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber.

"Erster Aufschlag"

Solche Fragen müssten im Bebauungs- und Erschließungsplan abgearbeitet werden, antwortete Tesing und sprach zu diesem Zeitpunkt von einem „ersten Aufschlag“. Die CDU wolle das Thema nutzen, den gesamten Bereich der Freiheit in den Blick zu nehmen, sagte Thomas Spangemacher (CDU) – man erarbeite derzeit eine Liste von Empfehlungen, die man in Kürze der Gemeinde zur Verfügung stellen wolle.