Insolvenzverwalter bietet Landhaus Keller der Gemeinde zum Kauf an

Landhaus Keller

Insolvenzverwalter Rolf Weidemann fordert die Gemeinde Raesfeld auf, für das Landhaus Keller ein Angebot zu machen. Allerdings zu einem Preis, wie ihn ein Investor zahlen wolle.

Raesfeld

, 30.01.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Landhaus Keller in Raesfeld

Das Landhaus Keller in Raesfeld © Rüdiger Eggert (Archiv)

Im Insolvenzverfahren der Dorstener „Keller Dienstleistungen und Sozialimmobilien GmbH & Co. KG“ hatte Weidmann Widerspruch gegen eine Bebauungsplanänderung eingelegt, nach der Landhaus Keller in Raesfeld künftig nur noch als Hotel genutzt werden darf.

Dies hatte die Politik abgelehnt. Bei ihm, so Weidmann, sei der Eindruck entstanden, dass der „Ausschuss sich nicht länger mit den Resultaten des Investorenprozesses für das Landhaus Keller als Hotelbetrieb auseinandergesetzt oder beschäftigen wollen“.

Angebot soll „in Kürze“ vorliegen

Dies sei für ihn unverständlich, so Weidmann, da die Verantwortlichen sich ein umfassendes Bild erst nach Vorlage des Investorenangebots hätten machen können, „das in Kürze vorliegt“. Die Mitarbeiter fühlten sich zudem durch Kommentare von Gemeindevertretern herabqualifiziert. „Die Mitarbeiter im Landhaus Keller müssen ab jetzt um ihren Arbeitsplatz fürchten, und die Bewohner um ihr Zuhause.“

Die Gemeinde habe ein Vorkaufsrecht, so Weidmann. Er fordert Bürgermeister Andreas Grotendorst auf, ein Angebot für das Landhaus zu unterbreiten. Mit einem Preis, „der den Bedingungen des interessierten Investors entspricht“. Weidmann: „Sollten die Gemeindevertreter das Vorkaufsrecht nicht ausüben wollen, so bitte ich auch dazu um zeitnahe Rückmeldung.“

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