Karpfenteich wird ausgebaggert

Zu viel Schlamm

Die Ausbaggerungsarbeiten im Karpfenteich an der Königsallee des Schlosses Raesfeld haben begonnen. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Teich trocken gelegt. Jetzt arbeiten sich mehrere Bagger der Borkener Firma Clemens Klümper aus Borken durch den Schlamm.

Raesfeld

, 20.01.2017, 14:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rund 30 Zentimter Schlamm müssen aus dem Karpenteich abgetragen werden.

Rund 30 Zentimter Schlamm müssen aus dem Karpenteich abgetragen werden.

Der seit vielen Jahren angefallene Schlamm und das alte Laub muss aus dem Teich, damit das Wasser mehr Platz hat. Das heißt, rund 30 Zentimeter Deckschicht müssen abgetragen werden. „Das ist ein ganz normaler Unterhaltungsvorgang, den wir etwa alle acht Jahre durchführen“, sagt Theo Passier, Bauverwaltung Gemeinde Raesfeld auf Nachfrage unserer Zeitung.

Schotterweg angelegt

Die Firma Klümper ist seit Montag dort beschäftigt und wollte eigentlich bis Freitag fertig werden. „Es aber schwierig an entsprechenden Stellen ran zu kommen und wir können einfach nicht weit genug in den Teich fahren. Deshalb haben wir uns schon einen Schotterweg angelegt, der aber ebenfalls nicht ausreicht. Jetzt müssen wir halt versuchen, mit einer Verlängerung zu arbeiten“, sagt Clemens Klümper.

Den ganzen Schlamm wird die Firma nicht beseitigen können. „Wir versuchen halt, einen Großteil davon zu entfernen“, so Klümper. Neben Ästen, Laub und Schlamm fanden die Arbeiter jede Menge Unrat wie Flaschen und Dosen im Sand. „Und eine große Teichmuschel, die aber die Kälte nicht überlebt hat“, schmunzelt Klümper.

Der Karpfenteich ist im Besitz der Gemeinde Raesfeld und dient zur Regenrückhaltung. „Nach dem großen Unwetter im vergangenen Jahr haben wir das System optimiert. Das bedeutet, dass bei Starkregen der Wasserpegel um etwa 30 bis 40 Zentimeter gesenkt wird. Wichtig, da dann bei starken Niederschlägen die Speicherkapazität erhöht werden kann“, erklärt Passier. Das abgeleitete Wasser fließt in den „Platten Graben“ der in diesem Jahr renaturiert werden soll. Geplant ist ebenfalls im Bereich des Grabens auf der Wiese ein neues Regenrückhaltebecken. Karpfen schwimmen schon lange nicht mehr im Teich. „Früher hatte die Gemeinde den Teich verpachtet. Wer soll das heute bewirtschaften?“, fragt Passier. Künftig sollen im Teich wegen des schwankenden Wasserpegels keine Fische aussetzt werden. Vor der Trockenlegung mussten rund 1000 Fische von Mitarbeitern des Bauhofes umgesiedelt werden. 

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