Kritik am Rauswurf von Clement

SCHERMBECK/ERLE Dass der ehemalige Super-Minister Wolfgang Clement aus der SPD ausgeschlossen werden soll, kann Doris Schiewer nicht nachvollziehen.

von Von Michael Klein und Klaus-Dieter Krause

, 31.07.2008, 17:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aber angesichts der derzeitigen Energie-Diskussionen müsse politisch neu diskutiert werden. „Da sollte man sich darüber unterhalten können, alte marode Anlagen abzuschalten und die modernen Kraftwerke länger laufen zu lassen.“ „Ich war schon von der Rüge überrascht, der Parteiausschluss ist völlig überzogen“, ärgert sich Raesfelds SPD-Fraktionsvorsitzende Beate Gerwers (Foto rechts) über den Schiedsspruch, „es muss in einer demokratischen Partei möglich sein, abweichende Meinungen zu vertreten.“ Mit durch den Anwaltsberuf geschärftem Blick fügt sie hinzu: „Außerdem sollte man sich das Ursprungszitat genau ansehen, allenfalls indirekt hat Clement Bedenken zur Ypsilanti-Wahl geäußert.“ Sie vermute, dass der Unterbezirk Bochum noch ein Hühnchen mit dem prominenten Sozialdemokraten zu rupfen hatte und fragt: „Haben wir eigentlich nichts anderes zu tun, als uns selbst das Leben schwer zu machen?“

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