Lebenshilfe

Menschen mit Behinderung bekommen ein neues Zuhause

Wohnraum für Menschen mit Behinderung will der Verein Lebenshilfe in Raesfeld schaffen. Dafür wurde nun eine Hürde genommen.
Kleiner als das Borkener Vorbild (Foto) soll die Hausgemeinschaft für Behinderte in Raesfeld ausfallen. Acht Wohneinheiten sind derzeit angedacht. © Lebenshilfe Borken

Als Partner für ein solches Wohnprojekt hatte sich der Verein „Lebenshilfe Borken und Umgebung“ im März 2021 im Hauptausschuss vorgestellt, nachdem die CDU einen Antrag gestellt hatte, Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen in Raesfeld zu schaffen. Der Vereine betreut bereits 19 Raesfelder Familien, die aber für Wohnangebote in andere Orte ausweichen müssen.

In der letzten Sitzung hat nun der Rat der Gemeinde Raesfeld dem Verkauf eines gemeindlichen Grundstücks am Binsenweg an die Lebenshilfe zugestimmt. Das 1.010 Quadratmeter große Grundstück liegt direkt am Beginn der derzeit in Erschließung befindlichen Erweiterung des Wegs.

24-Stunden-Betreuung geplant

Die Lebenshilfe will dort eine Hausgemeinschaft mit acht Wohneinheiten und Gemeinschaftsräumen zur Kontaktpflege schaffen. Die Mieter werden jeweils über eine Art Single-Appartement mit einem Wohnzimmer mit Kochecke, einem Schlafzimmer und einem Bad verfügen. Gleichzeitig wird es im Haus eine 24-Stunden-Betreuung durch Fachkräfte geben, um eine individuelle Betreuung und Förderung der Bewohner sicherzustellen.

„Wir gehen davon aus, dass wir im Verlauf des kommenden Jahres mit dem Bau beginnen können“, sagt Johannes Kuhlmann, Vorsitzender der Lebenshilfe. Zunächst müssen detaillierte Planungen und Fördermittelanträge gefertigt werden. Bürgermeister Martin Tesing: „Mit der Lebenshilfe haben wir eine zuverlässige Partnerin für ein solches Wohnprojekt gefunden.“

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