Müllsammler fanden Dosen und Spitzenhöschen

Aktion "Saubere Landschaft"

Mit strammen Schritten läuft Constantin durch den Tiergarten Richtung Müllsammelplatz. Im Gepäck hat der Sechsjährige einen Regenschirm, den er stolz seinem Vater präsentiert. "Papa, den können wir der Mama mitbringen, denn der ist noch echt in Ordnung." Das war bei der Aktion "Saubere Landschaft" allerdings die Ausnahme.

Raesfeld

, 08.03.2015, 16:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund 180 Erwachsene und 150 Kinder schwärmten am Samstagmorgen in der Gemeinde aus, um die Hinterlassenschaften von Mensch und Tier einzusammeln. Der Regenschirm war nicht der einzige sonderbare Fund, den die freiwilligen "Müllsammler" im Wald und auf den Feldern rund um Raesfeld und Erle entdeckten. Organisiert wird die Aktion vom Heimatverein Raesfeld.

Handschuhe und Müllsäcke verteilt

Für die 23 teilnehmenden Vereine und Verbände sowie für die Privatpersonen verteilten die Organisatoren im Vorfeld rund 400 Paar Handschuhe und 1200 Müllsäcke. Außerdem waren 20 Fahrzeuge im Einsatz. Aktiv dabei waren auch die Raesfelder und Erler Löschzüge, die sich auf die Säuberung der Hauptverkehrsstraßen konzentrierten.

40 Personen vom RRZ durchstreiften den Tiergarten und fanden neben dem genannten Regenschirm etliche leere Bierflaschen, volle sowie leere Hundetüten und säckeweise sorglos weggeworfen Müll. "Es braucht keinen Rosenmontagsumzug, um viel Müll zu produzieren", sagte Klaus Thiehoff, der gemeinsam mit den anderen RRZ Mitgliedern schon seit vielen Jahren an die Umweltaktion beteiligt.

In den Müllcontainer

Die Mitglieder der UWG Raesfeld waren im nordwestlichsten Teil von Erle und am Sportplatz im Einsatz. Radkappen, Pfandflaschen, Deodosen und sogar einige unbenutzte Kondome sowie ein Spitzenhöschen landeten hier in den blauen Müllsack. "Da war wohl jemand sehr hektisch", kommentiert lachend Wolfgang Warschewski seine Ausbeute.

Dass aus Plastikflaschen und Cola-Dosen keine Blumen wachsen, hat Constantin Kruse schon lange kapiert. Er steckt sich immer alles fein säuberlich in die Jackentasche. "Die Taschen sind zwar immer voll, wenn er nach Hause kommt, aber wenigstens wirft er den Müll nicht in die Beete", so Vater Michael.

Im letzten Jahr kamen bei der Aktion "Saubere Landschaft" rund 2700 kg Müll zusammen. Auch in diesem Jahr wird die Menge, wie auf den den ersten Blick in den Müllcontainer am Gerätehaus der Feuerwehr festzustellen ist, nicht unterschritten werden.

 

Für alle Teilnehmer gab es nach dem dreistündigen Einsatz zur Stärkung am Ende der Aktion eine heiße Gyros-Suppe im Gerätehaus.

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