Neue Angebote für die Kirchgänger

St. Martin

Mit neuen Angeboten in der Liturgie der Gemeinde St. Martin reagiert Pfarrer Michael Kenkel auf Kritik, die im vergangenen Jahr unter anderem im Juni bei einer Versammlung geäußert wurde. "Lebendigkeit und Kreativität" wurden da etwa vermisst, Predigten seien nicht kindgerecht, so eine Besucherin.

Raesfeld

, 10.01.2017, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neue Angebote für die Kirchgänger

Die Organisten Thomas Harnath (l., Erle), Regine Wenz (2.v.l., Rhedebrügge) und Ute Roß (r., Raesfeld) sowie Pastor Michael Kenkel wollen mit neuen Angeboten mehr Menschen in die Kirchen locken.

Er wolle „neue Wege gehen“, sagte Kenkel am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung. Mit unterschiedlichen Gruppen innerhalb der Gemeinde hat er deshalb neue Gottesdienstformen geplant. Mit neuen geistlichen Liedern werden am Samstag (14. Januar) die Vorabendmessen um 17.30 Uhr in Raesfeld und 18.30 Uhr in Erle gestaltet, ausgewählt von den Organisten aus dem neuen Gotteslob. Vorabendmessen mit „neuen Liedern“ sollen ab jetzt monatlich stattfinden. Auch in St. Marien (Rhedebrügge) werden am Sonntag verstärkt neuere Lieder gesungen.

Familienmesse

Eine Sonntagsmesse für junge Familien monatlich angeboten. In den Grundschulen, so Kenkel, habe er Eltern nach ihren Wünschen befragt. „Eine ganz große Mehrheit war für 11 Uhr.“ Am 29. Januar (Sonntag) um 11 Uhr soll zum ersten Mal eine solche Messe in St. Martin stattfinden. Freuen können sich die Besucher auf den Kinderchor „Logo“ (Leitung: Ute Roß). Geplant ist eine kindgerechte Liturgie, ausgerichtet am Sonntagsevangelium. Kinder, die mitsingen wollen, können mit dem Kinderchor 15 Minuten vor der Messe ein oder zwei Lieder einüben.

Verkleidet in die Kirche

Ähnliche Kindergottesdienste hat der Familiengottesdienstkreis in St. Marien (Rhedebrügge) mit Pastor Kenkel für 2017 geplant. Zusätzlich zur Sonntagsmesse soll es fünfmal Vorabendmessen um 17 Uhr geben – speziell auf Kinder ausgerichtet. Am 25. Februar, dem Samstag vor Rosenmontag, soll der erste Gottesdienst in dieser Form dort angeboten werden. Kinder dürfen verkleidet kommen.

Gleichzeitig bleibt es bei den Familiengottesdiensten sonntags in allen drei Ortsteilen, in der Schlosskapelle gibt es samstagnachmittags „Jesu Kinderzeit“, in Erle regelmäßig einen Kleinkindergottesdienst im Altarraum der Kirche, in St. Martin parallel zur Gemeindemesse monatlich eine zusätzliche Kinderkirche in der Sängersakristei. Ein Flyer mit den Terminen liegt in den Kirchen zur Mitnahme aus. Er werde natürlich die Resonanz auf die neuen Angebote achten, sagt Kenkel. Gefreut habe er sich über das Lob für die Lasermessen am vergangenen Wochenende in St. Silvester. „Da haben viele gesagt, dass ihnen das supergut gefallen hat.“

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