Georg Badurczyk von der Kirchengemeinde, Bürgermeister Martin Tesing und Monika Schürmann (Kommunalbetreuerin Westenergie) präsentierten am Dienstag den neuen Bücherschrank an der Silvesterkirche in Erle. © Berthold Fehmer
Bücherschrank

Neuer Bücherschrank an der Silvesterkirche ist in bester Gesellschaft

Rund um die Uhr können seit Dienstag an der Silvesterkirche in Erle Bücher ausgeliehen werden. Der neue Bücherschrank am neu gestalteten Kirchplatz befindet sich in guter Gesellschaft.

Mehrere Stapel Bücher hatte Monika Schürmann am Dienstag im Gepäck. Viel Lesestoff ihrer Kinder sei darunter, verriet die Kommunalbetreuerin bei Westenergie, die den neuen Bücherschrank an der Silvesterkirche in Erle gesponsert hat. Ganz unten räumte Schürmann die Bücher ein, damit Kinder sie gut erreichen können. Sie freue sich darüber, dass Raesfeld nun den zweiten Bücherschrank erhalte – ein Beitrag für mehr Nachhaltigkeit.

Den ersten Bücherschrank am Rathaus hat Bürgermeister Martin Tesing immer im Blick. Dieser sei einer der ersten gewesen, 2012 wurde er aufgestellt, doch Tesing gab zu, dass das Erler Modell ihm sogar noch etwas besser gefalle. Außerdem passe der Bücherschrank „hervorragend in das Konzept unseres neu gestalteten Kirchplatzes hier in Erle“. Der Bücherschrank in Raesfeld werde immer gut genutzt, so Tesing, der gestand, am Anfang ein wenig skeptisch gewesen zu sein: „Selbst bei Regen standen heute Leute davor.“

Jutta Weber ist Patin des Bücherschranks

Der Bücherschrank in Erle, der etwa 180 Bücher fasst, soll wie die anderen funktionieren. Jeder kann ausgelesene Bücher einstellen und Bücher entnehmen, kostenlos, rund um die Uhr. Wichtig sei, so Schürmann, dass sich ein Pate oder eine Patin darum kümmere, die Bücher zu sortieren oder auch mal welche auszusortieren. Jutta Weber, Leiterin der Bücherei, die nur wenige Meter weiter angesiedelt ist, will sich mit ihrem Team darum kümmern.

Die Statue
Die Statue “Die Lesende” wurde zwischen Bücherschrank und Bücherei platziert. © Berthold Fehmer © Berthold Fehmer

Georg Badurczyk vom Kirchenvorstand verwies auf das Ensemble, das mit der Aufstellung des Bücherschranks und der Neugestaltung des Kirchplatzes entstanden ist. Bücherei, die Statue „Die Lesende“, die Bänke und der Bücherschrank bilden nun eine echte Einheit. „Ich bin mir sicher, dass sich hier ein Treffpunkt bilden wird, an dem Menschen ins Gespräch kommen“, sagt Tesing, der dies als „Auftakt der Dorfentwicklung“ bezeichnete.

Seit 2011 stellt Westenergie die Bücherschränke an öffentlichen Orten aus – immer wieder werden bei der Neuaufstellung die Gefahren von Vandalismus diskutiert. Rein statistisch gesehen dürfte die Gefahr gering sein. Es gebe offensichtlich doch einen Respekt vor den Büchern, so Schürmann, und außerdem wirkt der Bücherschrank aus Cortenstahl gleichzeitig robust, aber auch ziemlich schlank. Beim Öffnen der Türen merkt man einen gewissen Widerstand: Die Türen schließen von selbst, sodass die Bücher auch bei Regen immer gut geschützt sein werden.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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