Neuer Raesfeld-Film auf der Grünen Woche vorgestellt

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Ein neuer Raesfeld-Film ist auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt worden. Sabrina Hirschfelder von der Agentur Punktmacher sagt: „Es ist kein Film für Raesfelder.“

Raesfeld

, 04.02.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem Luftbild über Raesfelds Felder und Wälder startet der Film - unterlegt von ruhiger Klavier-Musik. „Draußen ist ...“, wird in weißer Schrift eingeblendet. Viele Möglichkeiten, diesen Satz zu vollenden, werden angeboten: „Radfahren“, „Reiten“, „Abenteuer“, „Entdecken“, „Bootfahren“, „Tiergarten“, „Ameisen“ - teilweise in einer Geschwindigkeit, der das Auge kaum noch folgen kann. Die Botschaft: Raesfeld und der Naturpark sind vielfältig.

Sabrina Hirschfelder von der Agentur Punktmacher Gladbeck (geleitet vom Raesfelder André Brömmel) hat den Film konzipiert. Produziert wurde er von Martin Trojca, der in Unna eine Agentur für Webdesign betreibt. An einem Tag im Juni 2018 trafen sich beide in Raesfeld zu den Dreharbeiten am Naturerlebnis-Gelände im Tiergarten, Schloss Raesfeld, an der Isselquelle und der Femeiche. Trojca steuerte die Drohne, mit der die Kamerafahrten realisiert wurden. Ziel an dem Tag sei gewesen, „so viel wie möglich aufzunehmen“, sagt Trojca.

Natur und Ruhe werden vermittelt

Nicht für Raesfelder, sondern für mögliche Besucher sei der Film gedacht, sagt Sabrina Hirschfelder: „Um Menschen für Raesfeld zu interessieren.“ Dass keine Menschen im Film zu sehen sind, auch keine Stimme den Film moderiert, sei Teil des Konzepts, um Natur und Ruhe zu vermitteln. Besondere Orte in Raesfeld habe man zeigen wollen. Und das ist mit der Drohne auch aus Perspektiven gelungen, die die Raesfelder so vielleicht auch nicht kennen.

Für Hirschfelder war es etwa der erste Besuch der Isselquelle, wo sie ein plätscherndes Bächlein vermutete. „Da war aber kein Wasser drin, es war nicht mal feucht.“ Eine „unspektakuläre Ecke“, so ihr erster Eindruck. „Wenn man sich als gehetzter Stadtmensch aber mal zurücknimmt und den Blick in die Ferne schweifen“ lasse, sei es dort aber sehr gut möglich, sich zu entspannen. Und vielleicht ein Picknick zu machen, so schlägt es der Film vor.

Emotionen statt Informationen

Beeindruckt sei sie von der Erler Femeiche gewesen, so Hirschfelder. Auf die Historie des Baums, „dass da Leute gerichtet wurden“, geht der Film aber nicht ein, schließlich soll er neugierig machen. Also eher Emotionen statt Informationen. Ähnlich wird auch das Schloss Raesfeld als architektonisches Highlight Raesfelds nur am Rande gezeigt, denn eigentlich ging es ja um das Thema „Draußen ist ...“

Neuer Raesfeld-Film auf der Grünen Woche vorgestellt

Friedhelm Kahrs-Ude, Hubert Grothues und Dagmar Beckmann vom Naturpark Hohe Mark, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Michael Kösters vom Münsterland e.V. und Raesfelds Bürgermeister Andreas Grotendorst (v.l.) waren bei der Premiere des Raesfeld-Films auf der Grünen Woche dabei. © Gemeinde Raesfeld

Geplant ist, dass ähnliche Image-Filme auch in anderen Kommunen des Naturparks Hohe Mark produziert werden sollen. Das Pilotprojekt kam in Berlin gut an: „Eindrucksvoll wird mit dem neuen Film die reizvolle Landschaft des Naturparks dargestellt“, lobte Regierungspräsidentin Dorothee Feller. Zu sehen ist der Film auf der Homepage der Gemeinde Raesfeld.

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