Ohne Versicherung Auto gefahren

KREIS BORKEN 4388 Autofahrern drohte 2007 erhebliches Ungemach. Sie gondelten mit ihren Autos durch die Gegend, ohne jedoch eine Haftpflichtversicherung bezahlt zu haben. Ihnen drohte die Zwangssstillegung des Fahrzeuges.

10.01.2008, 17:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

3.640 Fahrzeug-Halterinnen und Fahrzeug-Halter erhielten Post vom Fachbereich Verkehr des Kreises Borken erhalten. Das sind 11,5 Prozent weniger als im Vorjahr. 2006 waren 4.958 entsprechende Schreiben verschickt worden. In 1.887 Fällen mussten die Außendienstmitarbeiter des Kreises Borken die Fahrzeuge zwangsweise stilllegen, also die Kennzeichen entstempeln und die Fahrzeugscheine einziehen.

Versicherungsschutz nachweisen

Nachdrücklich weist der Leiter der Zulassungsstellen des Kreises Borken, Heinz Beckmann, darauf hin, dass ein Kraftfahrzeug nur dann auf öffentlichen Straßen bewegt werden darf, wenn für dieses eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen worden ist. „Grundsätzlich müssen die Fahrzeughalter diesen Versicherungsschutz bei der Anmeldung des Fahrzeugs nachweisen", so Beckmann. Wer die Versicherung dann aber nicht bezahlt, verliert den Versicherungsschutz. Die Versicherer melden ihre säumigen Kunden dem Kreis. Der Fachbereich Verkehr fordert daraufhin die Halterin bzw. den Halter zunächst auf, unverzüglich neuen Versicherungsschutz nachzuweisen.

Vergehen ist Straftat

Ludger Stienen, Leiter des Fachbereichs Verkehr macht deutlich: „Ein Fahrzeug ohne Versicherungsschutz im Straßenverkehr zu bewegen, ist eine Straftat." Wenn mit einem nicht versicherten Fahrzeug ein Unfall verursacht wird, müssen Geschädigte ihre Ansprüche direkt beim Halter, Eigentümer oder Fahrer des Fahrzeugs geltend machen – ein Problem, wenn dieser zahlungsunfähig ist. „Daher legen wir konsequent jedes Fahrzeug still, für das kein Versicherungsschutz besteht", unterstreicht Stienen, „insbesondere um die Verkehrsteilnehmer, die sich rechtmäßig verhalten, zu schützen."

Ordnungsverfügungen verschickte der Fachbereich Verkehr im Jahr 2007 außerdem an 403 Fahrzeughalter. 314 von ihnen hatten ihre Kfz-Steuer nicht bezahlt hatten, bei 89 wies das Fahrzeug technische Mängel auf. Ferner mussten 345 Fahrzeughalter angemahnt werden, den Halterwechsel oder die Anschriftenänderung zu veranlassen.

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