Per Rutsche auf das Außengelände

Pläne für neuen Kindergarten

„Sehr ansehnlich, sehr beeindruckend.“ So lautete die erste Reaktion des Schulausschussvorsitzenden Hans-Dieter Strothmann, nachdem Architekt Rupert Koller am Montag die Pläne für den neuen Kindergarten auf dem Grundstück „Zum Michael 2“ vorgestellt hatte.

Raesfeld

, 06.09.2016, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kreissportbund hat als künftiger Träger an Kindergarten-Plänen mitgewirkt. Im August 2017 soll er in Betrieb genommen werden. Insgesamt 446 Quadratmeter werde das zweigeschossige Gebäude mit sandrotbraunem Klinker und grünen Putzflächen dann an Raum bieten, sagte Koller. Den Eingang an der Straße „Zum Michael“ habe man aus Sicherheitsgründen ein Stück nach hinten versetzt, berichtete Koller. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, sollen hingegen über den Füllenkamp die Einrichtung ansteuern und auf einer Parkfläche ihr Fahrzeug abstellen.

Essen im Gruppenraum

Das Erdgeschoss umfasst einen Raum für die Leitung des Kindergartens, ein behindertengerechtes WC, einen großen Gruppenraum mit Nebenraum, einen Wickelraum, einen Waschraum. Außerdem eine Küche sowie eine Kinderküche, die baulich voneinander getrennt sind. Auch gibt es einen Schlafraum und einen Differenzierungsraum, in dem Wasserflächen zum experimentieren einladen. Zum pädagogischen Konzept der Einrichtung gehöre, dass die Kinder in den Gruppenräumen essen werden, sagte Koller.

Rutsche zum Außenbereich

Per Treppe oder Aufzug gelangt man, so der Plan, ins Obergeschoss, wo ebenfalls ein großer Gruppenraum, Waschräume, ein Schlafraum, ein Differenzierungsraum, ein Technikraum, ein behindertengerechtes WC sowie ein großer Mehrzweckraum vorhanden sein werden. Da man bei einer ähnlichen Einrichtung in Borken gute Erfahrungen damit gemacht habe, hat Koller einen besonderen Weg eingeplant, wie die Kinder vom Obergeschoss auf das Außengelände gelangen können: per Röhrenrutschte. „Das ist ziemlich begehrt“, sagte Koller lächelnd. Es gibt auch eine Außentreppe mit Zwischenpodest, was die Unfallgefahr senken soll.

1,1 Millionen Euro

Der Bauantrag soll noch im September gestellt werden, die Ausschreibungen sollen im Oktober erfolgen. „Im November wollen wir mit den Rohbauarbeiten beginnen“, sagte Koller. Dafür ist ein Beschluss im Rat am 26. September erforderlich. Rund 1,1 Millionen Euro könnten Gebäude und Außengelände kosten, sagte Bürgermeister Andreas Grotendorst. Die Inneneinrichtung (rund 140 000 Euro) könne, „wenn´s super läuft“, mit 90 Prozent gefördert werden. „Wie viel Förderung bekommen wir für den Bau?“, fragte Strothmann. Grotendorst: „Drei Buchstaben: N I X.“   

Lesen Sie jetzt