Pfarrer Kenkel sorgt für Kündigungen im Gremium

Ämter niedergelgt

Unstimmigkeiten in der St.-Martin-Gemeinde Raesfeld/Erle/Rhedebrügge sind eskaliert. Drei Gremiumsmitglieder, darunter die Raesfelderin Jutta Bonhoff, haben am Mittwoch ihre Ämter niedergelegt. Grund dafür ist die Arbeit des Vorsitzenden Pfarrer Michael Kenkel.

RAESFELD

, 11.11.2016, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pfarrer Kenkel sorgt für Kündigungen im Gremium

Pastor Michael Kenkel bei der Einsegnung des St. Silvester Hauses in Erle.

Markus Döring und Jutta Bonhoff scheiden aus dem Vorstand und Christa Stenkamp aus dem Pfarreirat aus. Der Vorstandsvorsitzende der Gemeinde, Michael Kenkel, sei „rückschrittlich und nicht flexibel“, begründet Christa Stenkamp ihre Kündigung. Zu sehr halte der Pfarrer an Riten und Liturgie fest, ohne die Gemeinde anzusprechen.

Regnum Christi ist außen vor

Mit Gruppen wie Regnum Christi, über die es bereits Diskussionen innerhalb der Gemeinde gab, habe ihre Amtsniederlegung nichts zu tun: „Das Problem ist, dass Pfarrer Kenkel diese Gruppen fördert, ohne zu wissen, ob die Gemeinde damit d‘accord ist.“

Markus Döring schied aus ähnlichen Gründen aus dem Kirchenvorstand aus. Aber auch wegen der Praxis Kenkels. Etwa habe Döring eine Predigt des Pfarrers über den heiligen Hubertus gehört, die nichts mit diesem zu tun gehabt hätte. „In der Schule würde das bedeuten: ‚Thema verfehlt – Sechs'“, erzählt Döring.

Pfarrer Kenkel war überrascht

Michael Kenkel sei von den Kündigungen überrascht gewesen. „Ich bedauere es, hoffe aber, dass es in der Pfarrei gut weitergeht“, sagte der Pfarrer auf unsere Anfrage, nahm aber weiter keine Stellung zu den Vorfällen. Für Markus Döring und Christa Stenkamp steht in jedem Fall fest: Aktiv werden sie in der Gemeinde dennoch sein.

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