Raesfeld lobt mit 5000 Euro dotierten Heimat-Preis aus

Heimat-Preis

Einen „Heimat-Preis“ lobt die Gemeinde Raesfeld für das Jahr 2019 aus. Die 5000 Euro Preisgeld stammen allerdings nicht aus dem eigenen Haushalt.

Raesfeld

, 26.02.2019, 12:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Rat der Gemeinde hat am Montag auf Antrag der CDU einstimmig die Verwaltung beauftragt, einen entsprechenden Förderantrag beim Land NRW zu stellen. Der Preis soll vergeben werden für ein Engagement oder Projekt in der Kategorie „Raesfeld - Heimat heißt: Vorbild sein!“ „Es ist positiv, dass auch vom Land die Arbeit der Ehrenamtlichen gewürdigt wird“, sagte UWG-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Warschewski.

Was genau prämiert werden kann, legen die Kriterien fest: Das Engagement oder Projekt muss bereits jetzt oder bis zum 31.12.2019 umgesetzt werden, in Raesfeld verortet sein, gemeinnützig (nicht kommerziell), für die Öffentlichkeit zugänglich, erlebbar und nutzbar sein. Es muss der Attraktivitätssteigerung öffentlicher oder öffentlich zugänglicher Plätze, Anlagen oder Gebäude dienen oder die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimatgemeinde, den gesellschaftlichen Zusammenhalt (auch die Integration von Neubürgern) oder die Jugend fördern. Aspekte wie Innovationspotenzial, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit können ebenfalls berücksichtigt werden.

Arbeitskreis entscheidet

Die 5000 Euro können komplett an einen Preisträger oder in bis zu drei Preisabstufungen vergeben werden. Falls das Land die Gelder weiterhin zur Verfügung stellt, soll der Preis auch in Folgejahren ausgelobt werden. Wer den Preis erhält oder wie die Preisverleihung gestaltet wird, entscheidet der Rat nach Vorbereitung durch einen neu zu gründenden Arbeitskreis Ehrenamt.

Dieser Arbeitskreis, auch das beschloss der Rat einstimmig, wird mit Bernhard Bölker und Andre Olbing (beide CDU), Thomas Emmert (UWG), Klaus Rybarczyk (SPD) und Holger Lordieck (Grüne) besetzt sein. Weitere Mitglieder sollen aus der Verwaltung und aus Raesfelder Vereinen stammen.

Der Arbeitskreis Ehrenamt soll nicht nur über die Preisträger des Heimat-Preises beraten, sondern auch die Anregungen und Ideen von Ehrenamtlern aufnehmen. Zahlreiche Bürger hatten sich bei der Vorbereitung des Dorfentwicklungskonzeptes beispielsweise mehr Unterstützung bei administrativen Aufgaben des Ehrenamts, Unterstützung bei Förderanträgen und mehr gewünscht.

Der Arbeitskreis Ehrenamt soll auch vorberaten über den kommunalen Ehrenamtspreis oder bei Überlegungen zur Vereinsförderung tätig werden.

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