Zum Brand eines Kunststoff verarbeitenden Betriebs in Vreden rückten auch neun Raesfelder Feuerwehrleute aus. © Feuerwehr Raesfeld
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Raesfelder Feuerwehrleute bekämpften Großbrand in Vreden

Zum Großbrand eines Kunststoff verarbeitenden Betriebs in Vreden rückten am Samstag auch neun Raesfelder Feuerwehrleute aus. Bei den Nachlöscharbeiten wurden die immensen Schäden sichtbar.

Raesfelds Feuerwehrchef André Szczesny: „Wir erhielten unsere Alarmierung um 12.27 Uhr.“ Das war rund acht Stunden, nachdem der Löschzug Vreden erstmals alarmiert worden war. Eine 170 mal 60 Meter große Lager- und Produktionshalle der Firma Wefapress, voll mit Kunststoff und Maschinen, war in Flammen aufgegangen.

Millionenschäden hat der Brand am Samstag in Vreden verursacht.
Millionenschäden hat der Brand am Samstag in Vreden verursacht. © Feuerwehr Raesfeld © Feuerwehr Raesfeld

Zunächst fuhren die Raesfelder Einsatzkräfte nach Heiden. „Von dort aus ging es mit den Feuerwehren Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken, Heiden und Reken zur Einsatzstelle nach Vreden“, so Szczesny. Die ankommenden Einsatzkräfte der Kreisbereitschaft Süd lösten die Kameraden der Kreisbereitschaft Nord und der Feuerwehr Vreden ab, die schon mit rund 120 Leuten seit 4.30 Uhr an der Einsatzstelle waren und erschöpft waren.

Glutnester bekämpft

„Unsere Aufgabe war es, die umfassenden Nachlöscharbeiten zu tätigen“, so Szczesny. Das THW entfernte Gebäudeteile, während die Feuerwehr mit Schaum Glutnester und aufflammende Gebäudeteile löschten. Bis zum Nachmittag konnten die Feuerwehrleute keinen Schaum einsetzen, da die Temperaturen viel zu hoch waren.

Die Raesfelder Feuerwehrleute übernahmen mit der Kreisbereitschaft Süd die Nachlöscharbeiten.
Die Raesfelder Feuerwehrleute übernahmen mit der Kreisbereitschaft Süd die Nachlöscharbeiten. © Feuerwehr Raesfeld © Feuerwehr Raesfeld

Gegen 22 Uhr wurden die Kreisbereitschaft Süd von den Kameraden der Feuerwehr Vreden abgelöst, die die nächtliche Brandsicherheitswache übernahmen. Szczesny am Sonntagmorgen: „Der Einsatz wird sicherlich noch einige Zeit an Nachlöscharbeiten in Anspruch nehmen. Wir wünschen den Kameraden der Feuerwehr Vreden viel Erfolg dabei.“ Gegen 23.30 Uhr waren die Raesfelder mit ihren Fahrzeugen wieder einsatzbereit am Feuerwehrgerätehaus Raesfeld.

Völlig zerstört wurde diese Halle.
Völlig zerstört wurde diese Halle. © Feuerwehr Raesfeld © Feuerwehr Raesfeld

Während des Samstags gab es für die Kameraden, die in Raesfeld geblieben waren, noch zwei weitere Einsätze auf dem Gemeindegebiet Raesfeld abzuarbeiten. Um 18.31 Uhr wurde eine Dieselspur auf der Straße Roringskamp in Raesfeld gemeldet. Die Gefahrenstelle wurde durch die Feuerwehr abgestreut.

Weiterer Einsatz an der Marienthaler Straße

Und als die Feuerwehrleute gerade wieder am Feuerwehrgerätehaus eingetroffen waren, informierte die Leitstelle um 19.28 Uhr über einen Einsatz auf der Marienthaler Straße. Hier war eine Person gestürzt. Die Feuerwehrleute aus Raesfeld übernahmen die Erstversorgung, bis der Rettungsdienst an der Einsatzstelle eingetroffen war.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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