Reinhard Kipp mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Ehemaliger Bürgemeister

Für sein jahrelanges ehrenamtliches Wirken besonders in der Kommunalpolitik hat der ehemalige Raesfelder Bürgermeister Reinhard Kipp am Donnerstag das Bundesverdienstkreuz erhalten.

Raesfeld

, 30.01.2020, 18:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bundesverdienstkreuzträger Reinhard Kipp (Mitte) im Kreise der ersten Gratulanten (v.l.): Ex-Bürgermeister Udo Rößing, Landrat Dr. Kai Zwicker, Ehefrau Helga Kipp und Bürgermeister Andreas Grotendorst.

Bundesverdienstkreuzträger Reinhard Kipp (Mitte) im Kreise der ersten Gratulanten (v.l.): Ex-Bürgermeister Udo Rößing, Landrat Dr. Kai Zwicker, Ehefrau Helga Kipp und Bürgermeister Andreas Grotendorst. © Robert Wojtasik

Der frühere Raesfelder Bürgermeister Reinhard Kipp ist am Donnerstag mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Rund 30 Gäste, darunter Freunde, Familie und langjährige Weggefährten, waren am frühen Abend ins Rathaus gekommen.

Drei Dinge seien ihm als Bürgermeister besonders wichtig gewesen, sagte Kipp in seiner Dankesrede. „Die Zusammenführung von Raesfeld und Erle lag mir sehr am Herzen, das haben wir gut gemeistert.“ Auch für die Partnerschaft mit der niederländischen Gemeinde Wehl hat Kipp sich stets stark gemacht. „Am wichtigsten war mir, ein überparteilicher, fairer Ratsvorsitzender zu sein.“

„Durch deinen Job und deine vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten warst du immer nah an den Menschen dran“, sagte Raesfelds Bürgermeister Andreas Grotendorst in Richtung des Geehrten. „Danke für deinen Einsatz!“

Die Laudatio hielt Landrat Dr. Kai Zwicker. „Sie gehören zu den Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihr Engagement dazu beitragen, das Leben für die Menschen in unserer Region zu verbessern und so unsere Gesellschaft reicher zu machen“, sagte Zwicker. „Über Jahrzehnte hinweg haben Sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung Ihrer Heimatgemeinde Raesfeld geleistet.“

Gründer der Trimm-Dich-Gruppe und der Sportabzeichen-Gruppe

Reinhard Kipp war eine der treibenden Kräfte hinter der Gründung der Jungen Union Raesfeld im Jahr 1963, deren Vorsitzender er später wurde. Auch als stellvertretender Kreisvorsitzender der JU Borken und als Kreissprecher war er aktiv. Noch weiter zurück reicht sein sportliches Engagement: 1961 trat er dem TSV Raesfeld bei, gründete später die Trimm-Dich-Gruppe und vor mehr als 35 Jahren die Sportabzeichen-Gruppe.

Von 1969 bis 1989 war Kipp Mitglied im Raesfelder Gemeinderat, davon sechs Jahre (1973-1979) als Fraktionsvorsitzender der CDU. Nach einer kurzen Auszeit kehrte er 1984 in den Rat zurück und wurde gleich zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt. Er knüpfte Kontakte in die Niederlande und nach Mecklenburg-Vorpommern, aus denen jahrelange Partnerschaften entstanden.

So kennt man ihn: Reinhard Kipp erfreut bis heute die Menschen in Raesfeld mit seiner Drehorgelmusik (Archivfoto).

So kennt man ihn: Reinhard Kipp erfreut bis heute die Menschen in Raesfeld mit seiner Drehorgelmusik (Archivfoto). © Anna Knopp

Auch die Weiterentwicklung des Umfelds von Schloss Raesfeld war ein Schwerpunkt seiner Arbeit. Kipp war maßgeblich an der Gründung der Raesfelder Werbegemeinschaft beteiligt, initiierte den „Kappesmarkt“ und das Raesfelder „Weihnachtsspiel“.

Herz-OP war eine Zäsur

Als er aufgrund einer Herz-OP Bürgermeisteramt und Ratsmandat aufgeben musste, sei das „eine Zäsur“ für ihn gewesen, sagte Kipp. Bis heute begeistert er Mitmenschen mit seiner Drehorgelmusik zu selbst verfassten Texten. Seit 2016 ist er Vorsitzender der Seniorengemeinschaft in der Katholischen Kirchengemeinde St. Martin in Raesfeld.

„Ehrenamtlich tätig sein kann man nur, wenn die Familie dahinter steht“, so Kipp. Seine Frau Helga habe die Hauptlast getragen und auch die Kinder seien an der ein oder anderen Stelle etwas zu kurz gekommen. „Aber das versuchen wir bei den Enkelkindern wiedergutzumachen.“

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