Schüler informierten sich über die Zeit nach der Schule

Projekttage

In wenigen Monaten starten die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen nach ihrem Abschluss in ein neues Leben. Um den Schülern den Schritt ins Berufsleben zu erleichtern, gab es in der Alexanderschule Projekttage sowie einen informativen Vormittag im Sitzungssaal des Rathauses.

Raesfeld

, 07.12.2016, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rede und Antwort standen den zukünftigen Schulabgängern Gregor Feldhaus (IHK Westfalen), Bernadette Finke (Arbeits Agentur Borken), Schulleiter  Matthias Stroetmann und Christoph Brunds Kreishandwerkerschaft Borken (v. l.).

Rede und Antwort standen den zukünftigen Schulabgängern Gregor Feldhaus (IHK Westfalen), Bernadette Finke (Arbeits Agentur Borken), Schulleiter Matthias Stroetmann und Christoph Brunds Kreishandwerkerschaft Borken (v. l.).

Mit dabei waren Schulleiter Matthias Stroetmann, Gregor Feldhaus (Ausbildungsberater der IHK Westfalen), Christoph Bruns von der Kreishandwerkerschaft Borken, Bernadette Finke von der Agentur für Arbeit und Bürgermeister Andreas Grotendorst. Informationen zu Versicherungen, Weiterbildung, Kontoführungen sowie Antworten auf alle Fragen, die den Schülern unter den Nägeln brannten, gab es an diesem Dienstagvormittag.

Handwerk oder Schule

Insgesamt 79 Schülerinnen und Schüler (23 aus der Realschulklasse) werden 2017 entlassen. Nicht jeder der jungen Leute weiß heute schon, was er werden möchte. „Von der Tendenz her aber möchten die Jungs hauptsächlich eine Lehrstelle im handwerklichen Beruf ergreifen. Die Mädchen möchten lieber weiter zu Schule gehen“, so Matthias Stroetmann.

Erfreulich sei, so Stroetmann, dass knapp die Hälfte der Abgänger schon eine Lehrstelle habe. „Daran merken wir, welch ein großer Fachkräftemangel in den Betrieben herrscht. Die Auszubildenden hier sind sehr gesucht“, ergänzt Stroetmann. Christoph Bruns bestätigte, dass das Handwerk immer noch beklagt, dass viele Handwerksberufe in den Familien nicht bekannt sind. Grund dafür sei, so Bruns, dass der Zusammenhang zwischen Arbeits- und Familienwelt nicht mehr so stark ist wie in früheren Zeiten. „Viele Betriebe liegen außerhalb von Gemeinden und Städten, und es gibt nur selten Gelegenheit von Eltern und Kindern, diese Arbeitswelt kennenzulernen“, so Christoph Bruns. Darüber hinaus besteht immer noch der Trend, dass Mädchen soziale Berufe bevorzugen. „Wir versuchen durch Informationen, diesen Trend umzukehren und Mädchen für Handwerksberufe zu begeistern“, sagt Bruns.

„Findungsphase“

Umso wichtiger seien deshalb solche Informationsveranstaltungen von Schulen, sagte Bürgermeister Andreas Grotendorst. „Die Jugendlichen sind in einer Berufsfindungsphase. Ich habe gemerkt, dass viele häufig noch gar nicht wissen, für welchen Beruf sie sich entscheiden sollen“, so Grotendorst. 

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