Seniorenwohnungen am Kirchring sollen im Frühjahr 2022 fertig sein

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Eine neue Wohnform für ältere Mitbürger soll ab Frühjahr 2022 am Kirchring angeboten werden. Der Spatenstich dafür wurde am Mittwoch gesetzt.

Raesfeld

, 04.11.2020, 16:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Heinz-Dieter Strothmann, der Bürgermeister Martin Tesing beim Spatenstich mit der Familie Bruhn (Vermieter), Architekt Reinhold Eversmann, Vertretern der Baufirma Schweers und Vertretern der Caritas Borken vertrat, sprach von einem „Stück Hoffnung in schwierigen Zeiten“. Dass sich die Gemeinde seinerzeit die Flächen der ehemaligen Hofstellen gesichert habe, habe dazu gedient, ein Mitspracherecht zu erhalten, welche Entwicklung der Erler Ortskern nehmen sollte.

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Fast wäre an die Stelle, an der nun die neuen Seniorenwohnungen geplant sind, das Pfarrheim der Silvester-Gemeinde gebaut worden. Architekt Reinhold Eversmann erinnerte sich noch genau an den Moment, als er vor einigen Jahren seinen Mut zusammengenommen und dem Pastor empfohlen habe, das Pfarrheim an der Schermbecker Straße zu bauen, da dort die Aktivitäten besser zu sehen seien. Daraufhin habe dieser schnell seine Meinung geändert.

„Letztes Puzzlestück in Raesfeld“

Eversmann sprach beim geplanten Gebäude vom „letzten Puzzlestück in Raesfeld“, das helfen solle, den Bedarf an unterschiedlichen Wohnformen für Ältere in Raesfeld und Erle abzudecken. Architektonisch seien die Gebäude um die Kirche wie die Speichen eines Wagenrads angeordnet. Insgesamt 1100 Quadratmeter wird das neue Gebäude bieten, davon 733 Quadratmeter Wohnfläche.

Fünf barrierefreie Seniorenwohnungen mit Größen von 56 bis 80 Quadratmetern sind geplant. Im Dachgeschoss ist eine „selbst verantwortete Wohngemeinschaft“ für zwölf Senioren vorgesehen. Gewissermaßen eine Studenten-WG für Ältere. Dort sollen die Wohnungen zwischen 30 und 46 Quadratmetern groß sein, allerdings kämen Gemeinschaftsflächen hinzu, so Eversmann, was pro Wohnung etwa weitere 24 Quadratmeter ausmache. Eine Gemeinschaftsküche, Hauswirtschaftsraum, Büro und die große Dachterrasse zählen dazu.

Notrufsystem in jeder Wohnung

Matthias Brinkmann, Geschäftsführer des Caritasverbands Borken, sagte zum Konzept dieser Wohngruppe: „Unsere Mitarbeiter unterstützen sie bei dem, was sie nicht können.“ Vorteilhaft sei für die Bewohner die zentrale Lage. Nachts soll eine Bereitschaft vor Ort sein und jede Wohnung wird mit einem Notrufsystem (24 Stunden) ausgestattet.

Wer sich für eine Wohnung oder die Wohngemeinschaft interessiert, oder noch Fragen zum Konzept hat, kann weitere Infos unter Tel. (02865) 202143 oder (02865) 2669200 erhalten.

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