Silvesterschüler werden in „Circus Lollipop“ zu Akrobaten (mit Video)

mlzCircus Lollipop

Zu Zirkusakrobaten, Zauberern und Clowns werden die Erler Silvesterschüler in dieser Woche von Trainern des „Circus Lollipop“ ausgebildet. Dafür ignorieren die Kinder sogar Schmerzen.

Raesfeld

, 04.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das rote Zirkuszelt, die Wohnwagen und Lkw auf dem Hof der Grundschulen zeigen schon von Weitem, dass in dieser Woche vieles anders läuft als sonst. Der „Circus Lollipop“ aus Bayern ist zu Gast, nächste Woche wird er an der Raesfelder Sebastian-Schule gastieren.

Der Circus Lollipop hat auf an der Silvesterschule ein großes Zelt aufgebaut.

Der Circus Lollipop hat auf an der Silvesterschule ein großes Zelt aufgebaut. © Berthold Fehmer

Nur wegen der zwei Wochen vor Ort habe man sich den Projekt-Zirkus leisten können, sagt Thomas Schlüter, Schulleiter beider Schulen. Trotzdem war es ein finanzieller Kraftakt, der nur mit Sponsoren und Spenden gestemmt werden konnte. Schlüter ist nach drei Tagen aber begeistert: „Die Kinder sind total motiviert.“ Besonders gut findet er, „dass die Kinder auch vieles ausprobieren dürfen, was nicht unbedingt in den Vorstellungen gezeigt wird“.

Im Zirkuszelt hängt derweil die neunjährige Rose am Trapez. Kopfüber, nur mit den Füßen in den Seilen eingehakt. Trainer Anthony Wadruschka passt auf, dass nichts passiert. „Das Runterhängen finde ich am besten“, sagt Rose anschließend stolz: „Das tut ein bisschen weh an den Füßen, aber nur in den ersten Sekunden.“ „Affenschaukel“ gehört ebenfalls zu den Lieblingsdisziplinen von Rose, dafür teilen sich zwei Artisten das Trapez.

„Wackel-Dackel“ erfordert Körperspannung

Marco Pannier übt im Vorraum des Zelts mit einigen Jungs und Mädels Bodenakrobatik. Beim „Wackel-Dackel“ liegt Pannier auf dem Rücken, ein Junge steigt auf die ausgestreckten Hände und Pannier steht auf: Körperspannung ist dafür beim Jungen gefragt, ein guter Gleichgewichtssinn und viel Kraft bei Pannier.

Zum Zaubertrick gehört die richtige Pose: Ramona Brumbach zeigt den Schülern, wie diese gelingt.

Zum Zaubertrick gehört die richtige Pose: Ramona Brumbach zeigt den Schülern, wie diese gelingt. © Berthold Fehmer

Sowohl Pannier als auch Wadruschka bringen den kleinen Artisten aber auch bei, dass die Präsentation ebenso wichtig ist wie die Tricks. Zauber-Trainerin Ramona Brumbach zeigt, wie elegant Schüler ihre Hände bewegen können. Und bei Clown-Trainer Dennis Freitag lernen die Kinder, dass Humor eine ernste Sache sein kann. „Konzentrier dich!“, sagt er zu einem Jungen, der einen Ablauf kurz durcheinander bringt.

Diese Jungs üben, wie sie bei den Vorstellungen als "Disco-Clowns" den Zirkusdirektor in den Wahnsinn treiben.

Diese Jungs üben, wie sie bei den Vorstellungen als "Disco-Clowns" den Zirkusdirektor in den Wahnsinn treiben. © Berthold Fehmer

Dabei ist das Timing entscheidend: Die fünf scheinbar wilden „Disco-Clowns“, die ständig den Ghettoblaster aufdrehen und tanzen (und damit den Zirkusdirektor in den Wahnsinn treiben), handeln und sprechen völlig synchron. „Winke, Winke“, verabschieden sie Freitag im Chor, „Stinke, Stinke“, antwortet der grinsend.

Trainerin Laura Wierzkowski ist zufrieden mit dem Fortschritt ihrer kleinen Seilartisten: "Ich weiß gar nicht, was ich morgen mit euch machen soll."

Trainerin Laura Wierzkowski ist zufrieden mit dem Fortschritt ihrer kleinen Seilartisten: "Ich weiß gar nicht, was ich morgen mit euch machen soll." © Berthold Fehmer

Begeistert von den Fortschritten der Kinder ist Seilakrobatin und Trainerin Laura Wierzkowski. „Ich weiß gar nicht, was ich morgen mit euch noch machen soll“, sagt sie lächelnd, nachdem ein Mädchen übers Seil balanciert ist.

Am Freitag (6. März, 18 Uhr) und Samstag (7. März, 11 Uhr) gibt es zwei Aufführungen, in denen die Kinder ihr Können zeigen. Karten kosten 5 Euro (Kinder bis drei Jahre frei) und sind im Schulsekretariat oder eine Stunde vor den Vorstellungen erhältlich.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt