So gewannen die Kitas Holzwurm und Waldwurm einen Klimaschutzpreis

mlzKlimaschutzpreis

Für den Bau eines Bienenhotels werden die Kitas Holzwurm und Waldwurm mit dem innogy-Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Das Preisgeld soll in neue Projekte gesteckt werden.

Raesfeld

, 27.11.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nichts brummt und summt im Bienen- und Insektenhotel am Naturparkhaus - so sehr die Kinder auch die Ohren aufhalten und die Nasen fast reinstecken. Falsche Jahreszeit. Ab Frühling soll das anders werden - dafür haben die Kinder der Kitas Holzwurm und Waldwurm die Voraussetzungen geschaffen.

Eine „tolle Zusammenarbeit“ lobt Dagmar Beckmann vom Naturpark Hohe Mark und Tiergarten-Trägerverein Schloss Raesfeld. Das Staudenbeet vor dem Naturparkhaus, wo Wildobststräucher und blühende Pflanzen gepflanzt wurden, bekommt durch das Bienenhotel direkt gegenüber „Abnehmer“.

Zuhause für Wildbienen

In den zertifizierten Naturpark-Kindertagesstätten Holzwurm und Waldwurm, die ersten im Regierungsbezirk Münster, sind Themen wie Natur, Landschaft und regionale Kultur Alltag. In diesem Jahr beschäftigten sich die Kinder und Erzieherinnen besonders mit Wildbienen. Und die können nun am Naturparkhaus ein Zuhause finden, ähnlich wie die 250 Bienenvölker, die es in Raesfeld gebe, wie Bürgermeister Andreas Grotendorst zu berichten weiß. Aber auch für andere Insekten sei das Bienenhotel geeignet, so Grotendorst.

Hilfe für die Kita-Kinder, -Erzieherinnen und -Eltern gab es von der Tischlerei Angrick. Diese baute die Außenfassade für den Unterschlupf, die Kinder und Eltern sorgten für die „Inneneinrichtung“ des Hotels. Aus Naturmaterialien bastelten sie Nisthilfen. Kita-Leiterin Katja Maschmeier lobte die Zusammenarbeit mit dem „starken Elternstamm“.

Jury vom Projekt überzeugt

„Ich finde es toll, dass die Kinder direkt an dem Projekt mitwirken konnten und sich bewusst mit dem Schutz der Wildbienen auseinandersetzen“, so Monika Schürmann, innogy-Kommunalbetreuerin. Die Jury, die die Preisträger auswählte, habe das Projekt überzeugt, sodass die Preissumme von 1000 Euro komplett an die Kitas gegangen sei.

Was soll mit dem Preisgeld (1000 Euro) geschehen? Geplant sei zunächst, noch Nistkästen aufzuhängen, sagt Katja Maschmeier. In einigen Wochen wolle man sich im Naturparkhaus zusammensetzen und weitere Überlegungen anstimmen.

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