Uhrenmesse zieht nach Recklinghausen um

Am Wochenende

Zur 17. Messe für historische Uhren lädt der Verein Fachkreis historischer Uhren Schloss Raesfeld (F-H-U) am Samstag und Sonntag, 26. und 27. September, jeweils von 10 bis 17 Uhr ein. Allerdings nicht wie in den Vorjahren in den Rittersaal, sondern ins Max-Born-Berufskolleg, Campus Blumenthal 3, in Recklinghausen.

Raesfeld/Recklinghausen

, 23.09.2015, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Uhrenmesse zieht nach Recklinghausen um

Der Verein Fachkreis Historische Uhren Schloß Raesfeld lädt zur 17. Messe für historische Uhren ein. Dieses Mal nicht im Schloss Raesfeld, sondern in Recklinghausen.

Warum die Uhrmachermeister Raesfeld den Rücken kehren? Der Ortswechsel hänge zum einen mit den angebotenen Räumlichkeiten zusammen, sagt der Raesfelder Uhrmachermeister Andreas Hidding auf Nachfrage unserer Zeitung. „Im Schloss Raesfeld konnte die Messe nicht mehr wachsen.“ Ein weiterer Grund sei, dass in Recklinghausen seit rund anderthalb Jahren die landesweit einzige Vollzeit-Ausbildung für Uhrmacher angeboten wird. „Das wollen wir als Fachkreis natürlich gerne unterstützen“, sagt Hidding – schließlich wolle man etwas gegen den Trend der sinkenden Zahl an Uhrmachermeistern tun.

1996 gegründet

Der Fachkreis, dessen 40 Mitglieder sich die Bewahrung, Restaurierung und Instandsetzung des Kulturgutes Uhr auf die Fahnen geschrieben haben, wurde 1996 gegründet – im Anschluss an eine Seminarreihe für Uhrmachermeister der Akademie Schloss Raesfeld. Die Meister des Fachkreises arbeiten mit vielen Museen zusammen, etwa in St. Petersburg an der ehemaligen Sommerresidenz Peterhof des russischen Zaren. Seit rund 15 Jahren fahren einige Uhrmachermeister zur eigens vom Fachkreis eingerichteten Werkstatt, um sich kostbaren Zeitmessern zu widmen. 200 Uhren konnten bislang instand gesetzt und dem Museum übergeben werden. Die Uhren sind in den Palasträumen ausgestellt.

50 Aussteller

Bei der 17. Messe für historische Uhren können Besucher am Samstag und Sonntag in Recklinghausen den Meistern über die Schulter schauen und Fragen stellen. Gern schätzen die Experten mitgebrachte Uhren nach ihrem Wert ein. Rund 50 Aussteller, davon die Hälfte aus Reihen des F-H-U, werden Uhren in allen Größen und Formen präsentieren. Zum Teil sind echte Kostbarkeiten darunter. Doch das Uhrensammeln könne man auch mit geringerem finanziellem Einsatz betreiben, sagt Hidding: „Es gibt auch Stoppuhren, die man für 10 bis 20 Euro kaufen kann.“