Wie Pfarrer Kenkel das Motorradfahren mit seinem Beruf verbindet

Interview

Schwere Maschinen und Biker-Treffen: Der Leitende Pfarrer in Raesfeld Michael Kenkel (46) liebt das Motorradfahren. Wie sich sein Hobby mit seinem Beruf als Seelsorger in Einklang bringen lässt, darüber hat er mit Thorsten Stevens im Interview gesprochen.

RAESFELD

von Von Thorsten Stevens

, 02.10.2013, 18:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Michael Kenkel liebt seine Aufgabe als Seelsorger - und das Motorradfahren

Michael Kenkel liebt seine Aufgabe als Seelsorger - und das Motorradfahren

Ich habe eine Behördenmaschine gekauft, eine BMW K75RT. Das ist eine Tourer, mit der man auch lange Strecken bequem fahren kann. Diese fahre ich schon seit ewigen Zeiten. Sie ist sehr langlebig und man bekommt sie nicht kaputt.

Leider überhaupt nicht. Sobald bald eine Kleinigkeit ist, fahre ich zum Händler. Ich bin derjenige, der das Fahren mehr genießt, anstatt sie auf Hochglanz zu bringen.

Sehr gut sogar. Ich habe gelernt, dass die Motorradfahrer sehr empfänglich sind für Fragen nach dem Sinn des Lebens. Jeder Motorradfahrer kennt einen Freund oder Bekannten, der ums Leben gekommen ist. Dann überlegt man, was kommt danach, wie geht es weiter? Von daher ist Seelsorge sehr gut möglich.

Eins, was sich sehr gut damit verbinden lässt, ist das Fotografieren. Vorne, im Tankrucksack, führe ich die Kamera mit. Das andere Hobby ist das Tanzen. Ich habe früher schon einen Tanzkurs mitgemacht und so hat sich das weiterentwickelt. Ich komme gerne bei Hochzeiten oder Schützenfesten am Abend dazu, um meinem Hobby zu frönen.

Ja, auch schon mehrfach. Das hat mir sehr viel Freude bereitet. Eine der schönsten Straßen in Europa ist der „Ring of Kerry“ in Irland, den ich auch schon selber öfter gefahren bin.

Ja, ich habe selber viele Biker-Treffen organisiert. Ich bin auch hier auf der Suche nach kleinen Motorradclubs, Personen oder Organisationen, die mir helfen würden, dieses hier zu organisieren. Am Schloss Raesfeld gibt es ein wunderschönes Ambiente, wo man so etwas machen könnte.

Ja, das schon. Wenn man sich zu erkennen gibt.

  Einmal habe ich als Ersthelfer einen schweren Unfall erlebt. Aber da waren wir sofort mit zehn Leuten. Wir haben sofort Leute aus dem Auto rausgeholt und sogar noch einen Brand gelöscht. Ich werde als Notfallseelsorger gerufen, wenn die Feuerwehr oder Polizei Unterstützung brauchen.

Nichts. Ich bin schon mal vom Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta angefordert worden. Sie suchten einen Pfarrer für einen Motorradgottesdienst. Da hat man mein Hobby für gut befunden und mich eingeschaltet.

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