434 Todesfälle nach Corona-Erkrankung in den Niederlanden

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In den Niederlanden sind bisher 434 Menschen am Coronavirus gestorben. Da auch im Nachbarland Beatmungsgeräte fehlen, geht das Land einen eigenen Weg.

Enschede (NL)

, 26.03.2020, 14:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Nationale Institut für Gesundheit der Niederlande (RIVM) hat am Donnerstagmittag die neuesten Zahlen bekannt gegeben. Demnach sind im Nachbarland 7431 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Insgesamt sind jetzt 2151 Corvid-19-Patienten zur Behandlung in Krankenhäusern. Allein in den letzten 24 Stunden wurden 315 Neuaufnahmen registriert.

434 Todesfälle in den Niederlanden

Nach RIVM-Angaben starben binnen tagesfrist 78 Menschen an der Viruserkrankung. Insgesamt wurden in den Niederlanden bisher 434 Todesfälle als Folge einer Erkrankung am Coronavirus gemeldet.

Die meisten positiv getesteten Menschen leben laut Tageszeitung Tubantia in der Provinz Nord-Brabant, nämlich 2161 Menschen. Danach folgen Südholland (1042) und Nordholland (1029). In den Provinzen Friesland und Drenthe gibt es die wenigsten Infektionen mit 71 bzw. 72 positiv getesteten Personen. Im Achterhoek sind 36 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, schreibt die Tageszeitung de Gelderlander.

Prozentual sind bisher rund 28 Prozent der positiv getesteten Menschen stationär in einem Krankenhaus aufgenommen worden. 5,6 Prozent der Patienten starben am Coronavirus.

Es fehlt an Beatmungsgeräten

Auch im Nachbarland fehlt es an Atemschutzmasken oder medizinischem Gerät. Jetzt sollen beispielsweise 50 Beatmungsgeräte aus der Veterinärmedizin umgerüstet werden.

Das niederländische Verteidigungsministerium stellt weitere 40 Geräte für die Krankenhäuser zur Verfügung. Überlegt wird auch, ein Beatmungsgerät für zwei Patienten einzusetzen.

Im Land Beatmungsgeräte herstellen

Da Beatmungsgeräte auf dem Weltmarkt gefragt und kaum erhältlich sind, arbeitet man in den Niederlanden außerdem daran, kurzfristig Eigenprodukte auf den Markt zu bringen. Die Entwicklung gehe schnell voran, wird Martin van Rijn, Minister für medizinische Versorgung im Ministerium für Gesundheit, zitiert. Er wurde erst am 23. März ernannt.

Nicht, weil er erkrankt ist, klagt Winterswijks Bürgermeister Joris Bengevoord über Bauchschmerzen. Die habe er mit Blick auf den Markt in der Innenstadt. Dort, wo sich sonst viele Menschen bewegen, sei am Samstag - nach der Absage des Wochenmarktes - fast niemand gewesen. Gleichzeitig freut er sich aber darüber, dass sich die Menschen in Winterswijk „an die Regeln halten“.

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