Aktionskreis Pater Beda berichtet von drohendem Genozid in Brasilien

Corona-Virus

Das Corona-Virus spaltet das Land Brasilien. Die Ärmsten haben keine Möglichkeit, sich vor dem Virus zu schützen. Das berichtet der Aktionskreis Pater Beda und warnt vor einem Genozid.

Gronau

16.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Ärmsten der Armen werden mit Lebensmittelpaketen versorgt.

Die Ärmsten der Armen werden mit Lebensmittelpaketen versorgt. © Aktionskreis Pater Beda

Der Aktionskreis Pater Beda warnt vor einem Genozid in Brasilien. Das Coronavirus spalte das Land in eine moderne Form von „Herren und Sklaven“, sagt der Geschäftsführer des Aktionskreises Pater Beda, Udo Lohoff.

„Während die Mittel- und Oberschicht mit Korsos in großen Autos und SUVs für die Rückkehr zu den Werkbänken der Fabriken demonstriert, müssen sich die einfachen Arbeiter und Tagelöhner ungeschützt und ohne den nötigen Abstand mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen. Das wird zu einer großen Verbreitung des Virus unter der armen Bevölkerung führen“, sagt er.

10.000 Tote in Brasilien

Bereits über 10.000 Menschen sind seit dem Ausbruch von Covid-19 in Brasilien Ende Februar am Virus verstorben. „Es ist von einer weitaus höheren Dunkelziffer auszugehen“, befürchtet Udo Lohoff.

Die Hälfte der Bevölkerung Brasiliens hat keine reguläre Arbeit, keinen Arbeitsvertrag oder eine andere Absicherung. Mit rund 110 Euro pro Monat und Person will der brasilianische Staat nun die Bevölkerung unterstützen. „Damit könnten dann auch die Armen zuhause bleiben und sich mit dem Nötigsten versorgen, aber die Umsetzung des Programms läuft nicht richtig an. Dabei kommt es auf jeden Tag an“, berichtet Udo Lohoff.

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Der Aktionskreis Pater Beda bittet deshalb weiter um Spenden für Lebensmittelpakete. Diese werden von den Mitarbeitern von mittlerweile 30 Partnerinstitutionen zu den Familien gebracht, um diese zu unterstützen. Jedes dieser Pakete kostet umgerechnet rund 30 Euro. Spendenkonto: DKM - Darlehenskasse Münster, Stichwort: Cestas Basicas

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