56-Jährigem wird vorsätzliche Brandstiftung vorgeworfen - Anklage wegen versuchten Mordes

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Die Staatsanwaltschaft in Münster hat gegen einen 56-jährigen Bocholter wegen versuchten Mordes Anklage erhoben. Im April hatte das Gehöft des Bocholters gebrannt.

von Nikolaus Kellermann

Bocholt

, 01.08.2019, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Anklage gegen den 56-Jährigen umfasst den „Verdacht des versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchtem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion mit versuchter Todesfolge sowie wegen vorsätzlicher Brandstiftung“.

Im April hatte es einen schweren Brand in einer Lagerhalle auf dem Hof des Bocholters gegeben. Den dabei entstandenen Sachschaden schätzt die Staatsanwaltschaft auf 500.000 Euro.

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Dem Bocholter wird vorgeworfen, den Brand in der Lagerhalle durch das Entzünden von Kraftstoff verursacht zu haben. Anschließend soll er im benachbarten Wohnhaus zwei Gasleitungen aufgeschraubt und brennende Teelichter aufgestellt haben.

Auch soll er benzingetränkte Stoffreste im Hauseingang abgelegt haben. Für diesen Tag hatte sich vor Ort ein Gerichtsvollzieher angekündigt.

Feuerwehr konnte Explosion verhindern

Durch den Einsatz der Feuerwehr sei es nicht zu einer Explosion gekommen. Die Staatsanwaltschaft geht in der Anklageschrift davon aus, dass der Bocholter „uneingeschränkt schuldfähig ist.“

Der Mann befinde sich weiterhin in Untersuchungshaft und habe im Ermittlungsverfahren die Vorwürfe bestritten.

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