„Borken Bay“ am Pröbstinger Badesee jetzt nur noch für Selbstversorger

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Regenwetter plus Corona: Diese Kombination machten bisher entspannte Abende an einer Strandbar so gut wie unmöglich. Die zweite Saison am Pröbstinger Badesee läuft aus noch einem Grund anders ab.

von Peter Berger

Borken

, 12.07.2020, 17:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bewirtung am Pröbstinger Badesee in Borken fällt in diesem Sommer flach. Das Bay-Areal werde als „Picknickfläche“ für alle Interessierten frei zugänglich bleiben, versichert Stadt-Pressesprecher Markus Lask. Um die Pflege werde sich der Bauhof kümmern.

Der Verein „Kompass B“ hatte vor einem Jahr ein Beachvolleyballfeld mit gemütlichen Sitzgruppen und einer Theke geschaffen. Das Angebot wurde bei beständigem Sommerwetter sehr gut angenommen. Allerdings taten sich schon in der Anfangsphase Unstimmigkeiten mit der benachbarten Campingplatz-Gastronomie darüber auf, wer den Thekenbetrieb übernimmt.

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Trotz vorheriger positiver Gespräche sei es zu „nervenaufreibenden Diskussionen“ gekommen, blickt Vera Wansing von Kompass B in einer Rundmail zurück, „wir haben uns als Privatpersonen mehr in der Bewirtung wiedergefunden, als wir im Zuge der Bay-Umsetzung absehen konnten“. Das sei so nicht geplant gewesen. Zugleich war das Kompass-Team aber bestrebt, die Probleme gegenüber den Besuchern nicht zu Tage treten zu lassen. Der Campingplatz-Betreiber reagierte auf eine Anfrage nicht. Eine Mitarbeiterin verwies am Freitag auf die Zuständigkeit der Stadt.

Preisgeld für „Borken Bus“

Wie Stadtsprecher Markus Lask weist auch Vera Wansing in ihrem Schreiben auf die neue Regelung hin. Das Volleyballfeld werde in den kommenden Tagen wieder aktiviert. Alle Unterstützer und Sponsoren des Areals würden weiterhin dort aufgeführt. Für das eingesetzte Material gebe es eine „Entschädigungssumme“, die in das neue Projekt des Vereins fließen könne.

Wie berichtet, rüstet Kompass B unter dem Motto „Borken Bus“ derzeit einen ehemaligen Linienbus zu einer mobilen Bar für verschiedene Veranstaltungsarten um. In den „Borken Bus“ sollen zudem die 4000 Euro gesteckt werden, die Kompass B im vergangenen Dezember als Erstplatzierter beim örtlichen „Heimatpreis“ erhalten hat.

Den Wettbewerb finanziert hat das Land NRW. 224 Städte, Gemeinden und Kreise lobten ihn auf lokaler Ebene aus, so auch Borken. Eine Jury, der größtenteils Vertreter aus Rat und Verwaltung angehörten, kürte unter neun Teilnehmern Kompass B für das Bay-Projekt zum Sieger. Dem Verein gehören neben jungen Borkener Unternehmern unter anderem die städtische Wirtschaftsförderin Julia Ohters und Stadt-Sprecher Markus Lask an.

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