Christophorus-Kliniken: 12 von 25 Intensivbetten sind belegt

Christopherus Kliniken

An den Christophorus-Kliniken mit Standorten in Coesfeld, Dülmen und Nottuln sind aktuell von den 25 Intensivbetten, die derzeit vorgehalten werden, 12 belegt, davon drei mit Covid-19-Patienten (Stand Freitagvormittag).

Coesfeld

von Christine Tibroni

, 19.12.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei den Christophorus-Kliniken mit Standorten in Coesfeld, Dülmen und Nottuln sind – Stand 18. Dezember – 12 von 25 Intensivbetten belegt.

Bei den Christophorus-Kliniken mit Standorten in Coesfeld, Dülmen und Nottuln sind – Stand 18. Dezember – 12 von 25 Intensivbetten belegt. © Christophorus-Kliniken

Mit wachsender Sorge blicken die Menschen bundesweit auf die Krankenhäuser und ihre Intensivstationen, die immer mehr Covid-19-Patienten behandeln. Schon ist von erschöpften Kapazitäten die Rede, von Verlegungen in andere Kliniken, gar von Triage, mit der die Priorisierung medizinischer Hilfe gemeint ist.

An den Christophorus-Kliniken mit Standorten in Coesfeld, Dülmen und Nottuln ist von all dem noch nicht die Rede. Von den 25 Intensivbetten, die derzeit vorgehalten werden, sind nach Auskunft von Geschäftsführer Dr. Mark Lönnies aktuell 12 Betten belegt, davon drei mit Covid-19-Patienten (Stand Freitagvormittag). Von zwölf Beatmungsplätzen werden derzeit fünf benötigt, davon ein Platz für einen Covid-Patienten. „Weitere Ausbaustufen sind vorbereitet“, so Lönnies auf Anfrage der Redaktion der Allgemeinen Zeitung.

Situation angespannt, aber nicht kritisch

Entscheidend ist aber nicht nur die Zahl der Intensivbetten. Es muss auch genug Pflegepersonal zur Verfügung stehen, das Intensivpflege leisten kann, wobei die Pflege schwerstkranker Covid-19-Patienten eine besondere körperliche und seelische Belastung darstellt. Auch hier ist die Lage in den Christophorus-Kliniken noch nicht so kritisch wie in anderen Häusern, gleichwohl ist die Situation angespannt.

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Lönnies: „Unser medizinisches und pflegerisches Personal geht sehr verantwortungsvoll mit der Pandemie um und versucht, sich selbst möglichst zu schützen. Dennoch sind auch Ärzte und Pflegekräfte der Christophorus-Kliniken in Quarantäne oder krankgeschrieben. Dazu kommen die üblichen Krankheiten in der Herbst- und anstehenden Winterzeit. Einige Stationen sind deshalb vom Personal her stark eingeschränkt. Darum haben wir zahlreiche planbare, medizinisch zurzeit nicht dringende Eingriffe verschoben. Auf den betroffenen Stationen helfen die Kräfte des Springerpools oder aus anderen Bereichen aus.“

Noch keine Verlegungen in andere Krankenhäuser

Weiter berichtet der Klinikgeschäftsführer, dass „Verlegungen in andere Krankenhäuser nicht nötig waren und aktuell nicht nötig sind. Patienten aus anderen Krankenhäusern haben wir bisher nicht aufgenommen – wir hatten auch keine Anfragen dazu.“

Insgesamt werden in den Christophorus-Kliniken zurzeit 35 Covid-19-Patienten behandelt. Ganze Stationen mussten bislang nicht geschlossen werden, um Raum für Covid-Patienten zu schaffen. „Wir haben definierte, separate Infektionsbereiche von den anderen Stationen getrennt und passen sie dem Bedarf an“, informiert Lönnies.

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Zum Schutz vor Corona-Infektionen gilt an den Christophorus-Kliniken seit einigen Tagen ein generelles Besuchsverbot. Ausgenommen sind jedoch Angehörige von schwerstkranken Patienten, von Kindern, Schwangeren und Wöchnerinnen.

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