Corona: Keine freien Betten für Niederländer in Bocholter Krankenhaus

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Keine Kapazitäten hat das St.-Agnes-Hospital Bocholt, um auf seiner Intensivstation Covid19-Patienten aus den Niederlanden zu behandeln. Die Regierung der Niederlande hatte beim Land NRW nachgefragt.

von Mark Pillmann

Bocholt

, 12.10.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die niederländische Regierung hat erneut das Land NRW um Intensivbetten für niederländische Corona-Patienten gebeten. Eine entsprechende erste Anfrage habe es auch bereits vonseiten der Uniklinik Münster als „koordinierende Institution“ gegeben, bestätigt Tobias Rodig, Pressesprecher des Klinikums Westmünsterland. Derzeit seien dafür aber keine Kapazitäten frei, teilt das Klinikum auf Anfrage des Bocholt-Borkener Volksblatts mit.

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„Natürlich sind wir generell immer bereit, im Rahmen unserer Möglichkeiten und Kapazitäten zu helfen“, so der Pressesprecher. Dabei müsse aber nicht nur das derzeitige Infektionsgeschehen aufmerksam verfolgt, sondern auch die „Auslastung unserer Intensivstation durch weitere Notfälle oder andere lebensbedrohliche Situationen unserer Patienten im Blick behalten“ werden. „Am heutigen Tag könnten wir daher aufgrund der aktuellen Belegungssituation der Intensivstation keine Patienten aufnehmen“, sagt Rodig.

Derzeit befinden sich vier Covid-19-Patienten im St.-Agnes-Hospital, einer davon sei derzeit auf der Intensivstation, teilte das Klinikum mit. Insgesamt werden zehn Corona-Patienten im Klinikverbund behandelt, drei davon auf den Intensivstationen.

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Dass derzeit keine Kapazitäten für niederländische Patienten frei seien, liege auch daran, dass das Klinikum Westmünsterland gesetzlich dazu angehalten sei, eine „gewisse Anzahl an Intensivbetten in der Pandemie freizuhalten“, für den Fall, dass es zu „einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen und einer Zunahme der stationären Patienten kommt“, so Rodig. „Für das St.-Agnes-Hospital gilt aber weiterhin, dass Hilfe nicht an der Grenze endet.“ Das Klinikum Westmünsterland hatte im April bereits Corona-Patienten aus den Niederlanden aufgenommen.

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