D-Reizen meldet für 285 Filialen Insolvenz an - Rechtsstreit mit TUI

Insolvenz

Mit 285 Filialen ist D-Reizen ein großes Reisebüro in den Niederlanden, das gerne von deutschen Kunden besucht wurde. Jetzt musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Das Unternehmen ist im Rechtsstreit mit TUI.

Winterswijk/Enschede

, 06.04.2021, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
D-Reizen hat Insolvenz angemeldet. Das betrifft auch acht Reisebüros in der Region Twente und Achterhoek.

D-Reizen hat Insolvenz angemeldet. Das betrifft auch acht Reisebüros in der Region Twente und Achterhoek. © MLZ-Screenshot

In Winterswijk und Enschede gingen vor der Corona-Pandemie deutsche Kunden gerne ein und aus bei D-Reizen. Die Reisebüros boten häufig günstige Urlaubsreisen an, oft mit Abflug in Amsterdam und meist günstiger als in Deutschland.

Enschede, Hengelo, Almelo, Vriezenveen, Denekamp, Haaksbergen, Rijssen,Winterswijk, Eibergen - das sind nur einige der Standorte der Reisebüro-Kette mit ihren 285 Filialen. Wie die in Enschede erscheinende Tageszeitung Tubantia berichtet, hat D-Reizen jetzt Insolvenz angemeldet.

Mehr als 1.150 Mitarbeiter von D-Reizen betroffen

Mehr als 1.150 Mitarbeiter der Reisebüros und Kundenkontaktcenter warten auf ihre Entlassung, schreibt die Tageszeitung. Laut dem Bericht befindet sich D-Reizen schon länger in einer finanziellen Schieflage.

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Die Corona-Krise habe dazu geführt, dass die Einnahmen zurückgingen. Außerdem stehe das Unternehmen in einem Rechtsstreit mit TUI-Niederlande, dem größten Reiseveranstalter der Niederlande. Dabei gehe es um die Einlagen, die Kunden im voraus für Reisen bezahlt hatten, die auf Grund der Corona-Pandemie nicht wahrgenommen wurden. TUI hat die Beträge von der Reisebüro-Kette zurückgefordert.

Rechtsstreit mit TUI

Wie die Tubantia weiter berichtet, wollten sich beide Parteien am Dienstag (6.4.) vor einem Gericht in Haarlem treffen. Durch die Insolvenz wurde jetzt eine völlig neue Basis in den Verfahren geschaffen.

Laut Tubantia hat D-Reizen selber eigene Gutscheine im Wert von rund 40 Millionen Euro für verkaufte Reisen ausgestellt. Diese seien durch einen Garantiefonds gesichert, so die Tageszeitung weiter.

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