Falsche Polizistin in Reken festgenommen

Polizeitrick

Betrüger haben mit dem Polizei-Trick immer wieder Erfolg. Nun gelang der Polizei ein Ermittlungserfolg: Sie konnten in Reken eine Betrügerin festnehmen.

Reken

15.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Falsche Polizistin in Reken festgenommen

+++ Symbolfoto +++ © unsplash.com

Der Essener Polizei gelang in Zusammenarbeit mit anderen Polizeibehörden ein Ermittlungserfolg. In Reken konnten sie eine 33-jährige Dorstenerin festnehmen, der mehrere Straftaten nachgewiesen werden konnten. Die Dorstenerin soll unter anderem eine 77-jährige Essener in der Nacht zum 12. Juli betrogen haben und bei ihr Geld und weitere Wertsachen ergaunert haben.

Die 33-Jährige war durch einen Partner bei der Seniorin als zivile Kollegin angekündigt worden. Sie tauchten dann auch mitten in der Nacht bei der Frau auf. Diese übergab der falschen Polizistin Bargeld, EC-Karten, persönliche Gegenstände und Schmuck in besonders hohem Wert. Dann flüchtete die Betrügerin.

Polizeitrick schon öfter erfolgreich

Laut Polizei übernahmen Kriminalisten den Tatort und die weiteren Ermittlungen. Die Vorgehensweise und die Beschreibung der Betrügerin ähnelte früheren Delikten. Intensive Ermittlungsarbeit und Zusammenarbeit mit anderen Polizeibehörden führten zu der Identifizierung der Tatverdächtigen. Mit Unterstützung der Kollegen aus Recklinghausen gelang den Essener Kriminalisten der Erfolg: Die dringend tatverdächtige 33-jährige Frau aus Dorsten konnte in Reken festgenommen werden.

Ein Richter stellte einen Haftbefehl aus. Mittlerweile befindet sich die 33-Jährige in Untersuchungshaft. Ihr können mehrere Straftaten zugeordnet werden.

Die Vorgehensweise ist fast immer gleich

In dem Fall der Seniorin hatte ein unbekannter Mann die Dame angerufen und mitgeteilt, dass eine zivile Kollegin komme und ihr Hab und Gut in Sicherheit bringe. Sie sollte alle Rollladen und Fenster geschlossen halten. Gegen 0.30 Uhr klingelte es, wie versprochen, an der Haustür der Bewohnerin.

Die falsche Polizistin wies die Seniorin an, dass sie per Handy überprüfen solle, dass es sich bei ihr tatsächlich um eine Polizistin handelt. Mit dem Handy der Betrügerin tippte die Seniorin die 110 ein und landete wieder bei dem Betrüger am Telefon, der ihr die Sicherheit gab, dass es sich wirklich um eine Polizistin handelt.

Die Polizei weist daher noch einmal darauf hin, dass in so einer Situation die angeblichen Polizisten vor der Tür warten sollen und die Betroffen selbstständig und über ihr eigenes Telefon die 110 wählen sollen. Dann kann man sicher sein, dass man bei der echten Polizei landet.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt