Feuerwehrmann Stephan Lendring hat beim Sponsorenlauf oft Begleitung

mlzSponsorenlauf Stephan Lendring

Laufen für den guten Zweck: Stephan Lendring läuft aktuell durch den Kreis Borken. Der Feuerwehrmann macht einen Sponsorenlauf und trifft auf Gleichgesinnte, die ihn oft ein Stück begleiten.

von Hubert Gehling , Jule Lamers

Velen, Heek

, 16.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aufgabe der Feuerwehr ist es, Menschen zu helfen. Wie das auch gehen kann, zeigt ein Feuerwehrmann, der am Montag (15. Juni) in Gemen und Velen eingetroffen ist. Stephan Lendring (53) ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Heek-Nienborg und läuft für den guten Zweck durch den Kreis Borken. Immer mal wieder in anderer Begleitung. In Gemen war Matthias Koch dabei, der aus Göttelfingen bei Stuttgart kommt und Monate in Nienborg gelebt hat.

Stephan Lendring hat Jahresurlaub für Sponsorenlauf genommen

„Ich bin eines Morgens aufgewacht und habe mir gedacht, wenn wegen der Corona-Pandemie schon so viele Läufe ausfallen, dann kann ich mal bei einem Lauf im Münsterland Geld sammeln“, erklärt Lendring die Idee zu dem Marsch. So hat er über einen Artikel in der Heimatzeitung Sponsoren gesucht und gefunden.

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2400 Euro sind bisher zusammengekommen. „Es gibt Menschen und Firmen, die pro Kilometer einen Betrag zahlen, aber wir erleben auch, dass Menschen spontan spenden, wenn sie von unserem Vorhaben erfahren“, sagt Lendring, der dafür einen Teil seines Jahresurlaubs opfert.

Zwei Projekte werden mit dem Geld unterstützt

Über 30 Kilometer legt das Duo täglich zurück. In zehn Tagen sollen 300 Kilometer kreuz und quer durch den Kreis Borken zusammenkommen. Am 20. Juni ist wieder Nienborg das Ziel. Von den Spenden soll eine Hälfte an ein Projekt in den Niederlanden gehen, das sich für Kinder und Jugendliche einsetzt, die an einer Stoffwechselerkrankung leiden. Wohin die andere Hälfte fließt, steht noch nicht fest. Das entscheidet er möglicherweise auf seiner Tour.

In Velen wurde es eine Gruppe

Auf der Station in Velen war aus dem Duo schon eine Gruppe geworden. „Zurzeit habe ich fünf Leute bei mir“, erklärte Lendring da: Zwei Mitglieder des Löschzuges Bochum, zwei Kameraden vom Löschzug Nienborg und ein DRK-Mitglied aus Velen waren dabei. „Wir wollen dich gerne ein Stück begleiten“, hätten die Mit-Wanderer gesagt. Also los.

Von der Reise nehme er nur Positives mit. Wenn er während seines Trips Spenden erhält oder mal auf ein Glas Wasser eingeladen wird, empfindet Lendring das als „Motivationsspritze“. Bis jetzt habe er noch keine Schwierigkeiten erfahren. Allerdings ist er schon etwas über seiner geplanten Kilometerzahl. „Einer der Sponsoren gibt mir zwei Euro pro Kilometer, von daher ist das nicht schlimm“, erklärt der Feuerwehrmann und lacht.

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