Gefährliches Granulat: Müssen Bocholts Kunstrasenplätze saniert werden?

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Ist das Gummigranulat auf Bocholter Kunstrasenplätzen gesundheitsschädlich? In Bocholt wird diskutiert, das Granulat zu tauschen.

von Jochen Krühler

Bocholt

, 15.07.2019, 00:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach der CDU sieht auch die SPD in Bocholt Handlungsbedarf bei den Kunstrasenplätzen in der Stadt. Sie sieht vor allem die Füllung des Kunstrasens mit Gummigranulat kritisch. Das Granulat sei einer Studie zufolge eine der größten Quellen für Mikroplastik in Deutschland, so die SPD.

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„Kommt beim Fußballspielen aufgewirbeltes Mikroplastik in die Lungen der Spielerinnen und Spieler oder setzt es sich in Wunden fest?“, fragen Tim Schülingkamp, sachkundiger Bürger der SPD, und Fraktionschef Peter Wiegel.

„Wir sind überzeugt, dass wir alle schnell handeln müssen“, so Schülingkamp und Wiegel. Von der Stadt wollen sie daher wissen, wann mit der Renovierung der Plätze begonnen werden kann.

In Bocholt gibt es vier Kunstrasenplätze, die ausschließlich von Vereinen genutzt werden: beim SV Biemenhorst, bei TuB Bocholt, bei der DJK SF 97/30 Lowick und am Hünting. Zudem gibt es mehrere öffentliche Minispielfelder mit Kunstrasen, etwa in Biemenhorst, Lowick und In der Hardt.

Zuletzt hatte die Bocholter CDU eine Anfrage gestellt zu Mikroplastik, das von den Bocholter Kunstrasenplätzen in die Gewässer gelangen könnte. Die Fraktion will von der Verwaltung wissen, ob es sich bei den Plätzen um Systeme handelt, die die Aufnahme von Mikroplastik in Gewässer verringern – und falls nicht, welche umweltschonenden Alternativen es gibt und ob die Kunstrasenplätze umgerüstet werden können.

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