Hanfpflanzen in Autowerkstatt angebaut – 146.000 Euro Gewinn müssen zurückgezahlt werden

Cannabisplantage in Enschede

In Enschede wurden in einer Autowerkstatt rund 1500 Hanfpflanzen gefunden. Eine erste Ernte muss schon stattgefunden haben.

Enschede

18.02.2020, 18:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hanf-Pflanzen (Cannabis) hatte ein Mann aus Enschede illegal vermarktet.

Hanf-Pflanzen (Cannabis) hatte ein Mann aus Enschede illegal vermarktet. © picture alliance/dpa

„Es muss aufhören, dass die Hanfanbauer so viel Gewinne machen, indem sie sich hinter unbekannten Kunden verstecken.“ Das sagte laut der Tageszeitung Tubantia Polizeirichter Ben Hendriks am Montag, bevor er einen Mann aus Enschede, der Hanf angebaut hatte, dazu verurteilte, den vollen Gewinn seiner Plantagezurückzuzahlen: mehr als 146.000 Euro.

Strom für 10.000 Euro „abgezapft“

Ein weitrer Angeklagter hatte Hanf angebaut und muss für vier Monate ins Gefängnis. Außerdem muss er fast 10.000 Euro Strafe für Strom zahlen, den er beim Netzbetreiber Enexis gestohlen hatte. In der Autowerkstatt des Angeklagten wurden über 1500 Pflanzen gefunden, nachdem bei der Polizei ein Hinweis eingegangen war, dass es dort stark nach Unkraut rieche.

Nachbarn zweitweise ohne Strom

Die selbst installierte Stromversorgung war so gefährlich, dass ein Teil der Nachbarschaft vorübergehend keinen Strom hatte. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass eine Ernte bereits stattgefunden haben muss.

Inzwischen ist drer Angeklagte umgezogen. Wohin weiß aber keiner. Er erzählte bei der Vernehmung, dass er mit seiner Werkstatt nur wenig Geld verdiente. In Überlegung mit Freuden, gründete er deshalb die Hanfplantage, die ihm einen Gewinn von 10.000 Euro verschaffte.

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