Huesker Synthetic entlässt wegen Coronavirus 20 Mitarbeiter

mlzCoronavirus

Die Huesker Synthetic GmbH entlässt an ihren Standorten Gescher und Dülmen 20 Mitarbeiter. Das Coronavirus macht dem Unternehmen schwer zu schaffen, doch es gibt Hoffnung.

von Manuela Reher

Gescher

, 02.11.2020, 12:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie Christian Roleff, Vice President für Marketing & Geschäftsentwicklung, weiter mitteilte, habe das Unternehmen den betroffenen Beschäftigten in persönlichen Gesprächen „ein Angebot unterbreitet, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich und sozialverträglich zu beenden“. Grund für die Entlassungen sei der durch die Corona-Pandemie verursachte Umsatzrückgang.

95 Prozent der Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben

Damit trennt sich Huesker von 15 Mitarbeitern in Gescher und fünf in Dülmen. In der Glockenstadt seien 300 Mitarbeiter beschäftigt, in Dülmen 80. Das entsprechende Konzept, bei dem 95 Prozent der Arbeitsplätze bei Huesker erhalten bleiben würden, sei in der vergangenen Woche mit dem Betriebsrat besprochen und dann an die Belegschaft kommuniziert worden. Die Veränderungen würden dabei abteilungsübergreifend Funktionen im Betrieb und der Verwaltung betreffen.

Wie Roleff weiter ausführte, sei nach einem erfolgreichen Jahr 2019 die Corona-Krise auch an Huesker nicht spurlos vorbeigegangen. „Bis März 2020 haben wir gedacht, das wird ein Rekordjahr“, kommentierte er.

Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten bisher trotz eines spürbaren Umsatzrückgangs mit vereinten Kräften in Grenzen gehalten werden können, sodass das Unternehmen auch in diesem Jahr solide dastehe.

Erholung der Märkte wird noch länger dauern

Roleff: „Allerdings zeigte sich bereits vor dem aktuell erneuten Aufflammen des Corona-Infektionsgeschehens, dass eine Erholung der für Huesker relevanten Märkte länger dauern wird, als ursprünglich erhofft.“ Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, habe die Geschäftsführung in den vergangenen Wochen ein Konzept erarbeitet mit dem Ziel, einen „breit angelegten Personalabbau zu vermeiden und die Zukunftsfähigkeit zu sichern“.

Christian Roleff betonte: „Es wurde eingehend analysiert, welche Fähigkeiten und Kapazitäten Huesker benötigt, um für die unsichere Zukunft unter Coronabedingungen gewappnet zu sein, ohne dabei die Schlagkraft am Markt zu verlieren.“

Huesker hoffe auf eine zunehmende Stabilisierung der internationalen Absatzmärkte und sei gewappnet, die Kundenwünsche wie bisher „mit ausgezeichneter Qualität in Service und Produktlösungen“ zu erfüllen, sagte Roleff mit Blick auf das nächste Jahr.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt