Innovative Idee: eine eigene Liga fürs Flippern im Kreis Borken

mlzFreizeitgestaltung

Vor allem in den 80er- und 90er-Jahren waren Flipperautomaten ein beliebter Zeitvertreib. Die Geräte standen praktisch überall. Jetzt erlebt der Freizeitspaß im Kreis Borken (s)ein Revival.

von Mark Pillmann

Kreis Borken

, 19.10.2020, 18:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch wenn in Deutschland das das ehemals beliebte Freizeitvergnügen fast aus der Öffentlichkeit verschwunden ist, Pinball-Enthusiasten gibt es noch immer. Auch im Kreis Borken. Einige von ihnen haben vor Kurzem die erste offizielle Pinball-Liga im Kreis Borken gegründet. Und das soll erst der Anfang sein.

Die Mitglieder treffen sich seitdem alle zwei Monate zu einem freundschaftlichen Pinball-Wettkampf. Stefan Redetzki und Matthias Theißen sind zwei der vier Gründer der Liga, die mittlerweile aus fünf Spielern besteht, die so gut wie alle aus Bocholt kommen. Beide sind begeisterte Pinballspieler und besitzen zusammen fast 40 Automaten. Während Redetzki sein Hobby 2007 erst relativ spät für sich entdeckt hat, ist Theißen bereits seit seiner Jugend begeistert von den bunten Automaten.

Erstes Treffen vor zwei Monaten

Vor zwei Monaten hatte die Bocholter Pinball-Liga ihr erstes Treffen. Seitdem treffen sich die fünf Spieler regelmäßig in den runden Monaten und tragen Wettkämpfe gegeneinander aus. Insgesamt sechs Wettkämpfe stehen damit pro Jahr auf dem Plan. Ausrichter der Wettkämpfe ist dabei stets eines der Liga-Mitglieder. Gespielt wird immer an zwei Automaten gleichzeitig, damit die Turniere an den Spielabenden nicht zu lange dauern.

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Denn: Bei einem Turnier spielt jeder Spieler an jedem Automaten – um eine Vergleichbarkeit untereinander zu ermöglichen. Jeder Akteur spielt drei Spiele pro Flipper. Am Ende wird eine Rangliste je Flipper erstellt und danach die Punkte verteilt. Untereinander vergleichbar sind die verschiedenen Pinball-Automaten nämlich nicht. „Bei dem einen sind eine Million Punkte schon richtig gut, bei dem anderen bekommt man die schon, wenn man nur den Ball abschießt“, sagt Redetzki.

Punkte zählen sogar für Weltrangliste

Die Punkte, die die Spieler am Ende bekommen, zählen übrigens auch für die Weltrangliste. „Das ist zwar kaum der Rede wert, aber es zählt“, sagt Matthias Theißen. Denn die Borkener Pinball-Liga ist bei der German Pinball Association (GPA) registriert und die Wettkämpfe dadurch offiziell. Trotzdem seien die Wettkämpfe der Liga in erster Linie freundschaftlich und zum Spaß, sagen die beiden Pinballer übereinstimmend.


„Wir sind aber kein Kegelklub“, so Theißen. Das einer nur daneben sitzt und was trinkt, das gebe es nicht. „Wir treffen uns schon, um auch wirklich alle Pinball zu spielen“, sagt er.

Mitspieler gesucht

Jetzt sucht die Pinball-Liga nach Verstärkung. Um mitmachen zu können, muss man aus dem Kreis Borken stammen, zwei Flipper und passende Räumlichkeiten für die Turniere besitzen – oder jemanden kennen, an dessen Flipper man die Turniere spielen kann.


„Aber auch ohne zwei Flipper findet sich schon eine Lösung“, sagt Theißen. Das Alter spiele hingegen keine Rolle. Auch Mitgliedsbeiträge gebe es nicht, so Theißen weiter. „Das Flippern steht für uns im Vordergrund.“ Interessierte finden die Kontaktinformationen unter www.pinballboy.de

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