Kein Fracking in Borkenwirthe - Exxon Mobil lässt Frist verstreichen

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Der Energiekonzern Exxon Mobil hatte die Erlaubnis fürs Fracking in einem rund 2000 Quadratkilometer großen Gebiet in in Borkenwirthe. Die Frist dafür ist nun abgelaufen - ungenutzt.

von Sven Kauffelt

Borken

, 30.04.2020, 11:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die lange Debatte um ein mögliches Fracking in Borkenwirthe ist zu Ende. Wie Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing berichtet, ist die „Erlaubnis zur Aufsuchung von Bodenschätzen zu gewerblichen Zwecken“ am 13. März abgelaufen. Das habe die zuständige Bezirksregierung Arnsberg mitgeteilt.

Eine solche Erlaubnis hatte der Energiekonzern Exxon Mobil von der Bezirksregierung in Arnsberg für ein rund 2000 Quadratkilometer großes Gebiet erteilt bekommen. Dazu zählten auch Borken, Heiden, Velen, Reken und Teile von Raesfeld.

Pachtvertrag ausgelaufen

Im Jahr 2017 war diese Aufsuchungserlaubnis noch einmal um drei Jahre verlängert worden. Das Fracking, wie es zum Beispiel in den USA angewendet wird, war da aber für das Borkenwirther Suchgebiet bereits ausgeschlossen worden. Beim Fracking werden Chemikalien ins Erdreich eingebracht, die das Erdgas aus dem Gestein lösen.

Exxon Mobil war seit 2009 im Besitz der Aufsuchungserlaubnis. Als 2010 bekannt wurde, dass der Konzern auf einem gepachteten Feld in Borkenwirthe das Fracking-Verfahren anwenden wollte, kamen Proteste in der Bevölkerung auf. Mittlerweile ist der Pachtvertrag für das Feld in Borkenwirthe ausgelaufen.

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