Mikrozensus: Im Kreis Borken werden 1700 Haushalte zu ihren Lebensbedingungen befragt

mlzMikrozensus in NRW

In Nordrhein-Westfalen werden 80.000 Haushalte zu ihren Lebensbedingungen befragt, teilt das Statistische Landesamt mit. Im Kreis Borken betrifft der „Mikrozensus“ 1700 Haushalte.

von Von Hans-Georg Knapp

Kreis Borken

, 12.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit dem neuen Jahr beginnt auch im Kreis Borken wieder der Mikrozensus – eine statistische, repräsentative Erhebung über die Lebensbedingungen der Bürger. Landesweit würden hierzu 80.000 Haushalte befragt, teilt das Statistische Landesamt mit. Dabei gehe es etwa um die Bildungs- und Erwerbssituation der Bevölkerung, um die Zahl der Familien mit Kindern und um die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund.

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Neu sei, dass von 2020 an die europäische Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen als Unterstichprobe im Mikrozensus integriert sei – als „zentrale Datenquelle zur Erfassung von Armut und sozialer Ausgrenzung in den Ländern der Europäischen Union“.

In diesem Monat werden schon 136 Haushalte befragt

Im Januar gibt es kreisweit 17 Auswahlbezirke, die im Schnitt 8 Haushalte umfassen. Damit werden in diesem Monat 136 Haushalte befragt, die im Kreisgebiet liegen. Für das ganze Jahr 2020 weist das Landesamt 217 Auswahlbezirke im Kreis aus und damit 1736 zu befragende Haushalte. Die Befragungen führten landesweit 300 Interviewer des Landesamtes aus, die zu „strikter Verschwiegenheit“ verpflichtet seien, heißt es aus Düsseldorf.

Statistische Landesamt

Sie kündigten ihren Besuch vorher schriftlich an und legitimierten sich durch einen Ausweis. Die Fragen ließen sich ab sofort aber auch online beantworten oder per Fragebogen, berichten die Landesstatistiker.

Persönliche Merkmale werden abgefragt

Abgefragt werden etwa persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch und Erwerbstätigkeit. Für den überwiegenden Teil der Fragen bestehe nach dem Mikrozensusgesetz Auskunftspflicht, schreibt das Statistische Landesamt. Denn die Ergebnisse seien „Basis für politische und wirtschaftliche Entscheidungen“.

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Nach Angaben des Landesamtes findet der Mikrozensus seit 1957 jährlich statt und betrifft bundesweit ein Prozent aller Haushalte. Dies sei eine „Flächenstichprobe“, erklären die Experten. Das bedeute, dass Straßen oder Gebäude nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt würden; Haushalte, die in „ausgelosten“ Gebäuden wohnten, würden zum Mikrozensus bis zu viermal befragt.

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