Mordkommission ermittelt nach Brand im Saunaclub

mlz64-Jähriger gestorben

Nach dem Brand im Gallardo-Saunaclub in der Nacht zu Sonntag hat die Mordkommission Duisburg die Ermittlungen übernommen. Es bestehe der Verdacht der Brandstiftung mit Todesfolge.

von Carola Korff

Hamminkeln

, 15.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Duisburg am Montag gemeinsam mit. Wie berichtet, war bei dem Brand ein 64-jähriger Mann ums Leben gekommen. Wie die Polizei jetzt mitteilt, stammt er aus den Niederlanden.

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Noch ist nicht geklärt, wie genau das Feuer entstanden ist. Ein Team aus Brandermittlern aus Wesel und Duisburg sowie ein externer Sachverständiger wollen den Club am Montag unter die Lupe nehmen.

Feuer im Bordell ist vorsätzlich gelegt worden

Das Feuer, bei dem in der Nacht zu Sonntag ein 64-jähriger Niederländer ums Leben gekommen war, sei durch vorsätzliche Brandstiftung entstanden. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen, die verdächtige Personen gesehen haben oder wissen, wer der Brandstifter ist. Das Duisburger Kriminalkommissariat 11 nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 0203 280-0 entgegen. Zeugen können sich aber auch an jede andere Polizeidienststelle wenden.
Anzeige gegen drei Männer

Die drei Männer, die den Feuerwehrleuten in der Nacht die Schläuche abgenommen hatten, um sich gegenseitig nass zu spritzen, erhalten eine Anzeige wegen Behinderung Hilfe leistender Personen. Sie sind nach Polizeiangaben von Montag 23, 34 und 42 Jahre alt. Die Nacht von Samstag auf Sonntag hatten sie in Polizeigewahrsam verbracht.

Die Feuerwehr musste am Sonntagabend noch einmal zu dem abgebrannten Club ausrücken. Wie Feuerwehrleiter Michael Wolbring mitteilt, hatte die Polizei zehn Stunden nach Einsatzende noch einen Schwelbrand in den Ruinen entdeckt.

Löschzug rückte erneut aus

Der Löschzug Hamminkeln habe mit einer Spezialsäge das Dach geöffnet, um in die darunterliegenden Fassadenteile Löschschaum spritzen zu können. Wegen des zum Teil eingestürzten komplexen Wand- und Dachaufbaus sei es aber nicht möglich gewesen, alle Glutnester sicher zu löschen, so Wolbring weiter.

Das wäre nur unter Einsatz von schwerem Gerät möglich gewesen. Letztlich verzichteten Polizei und Feuerwehr aber darauf. Sicherheitshalber blieb ein Einsatzfahrzeug samt Besatzung die Nacht über vor Ort, um den Brandschutz sicherzustellen.

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