Nach Kreißsaal-Modernisierung in Bocholt können die Borkener Babys kommen

Gynäkologie und Geburtshilfe

Mitte 2022 soll die Geburtshilfe im Borkener Krankenhaus geschlossen werden. Das Agnes-Hospital in Bocholt bereitet sich schon jetzt auf die Geburt von rund 1.500 Kindern im Jahr dort vor.

Bocholt

26.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Bocholter Krankenhaus richtet zum 1. Juli eine Übergangskreißsaal ein. Dann wird der vorhandene Kreißsaal modernisiert und erweitert, um für mehr Babys (Symbolfoto) gerüstet zu sein. Mitte 2022 schließt der Kreißsaal im Borkener Krankenhaus und werdende Mütter aus der Kreisstadt müssen dann zum Entbinden nach Bocholt oder in andere Krankenhäuser mit Gynäkologie und Geburtshilfe.

Das Bocholter Krankenhaus richtet zum 1. Juli eine Übergangskreißsaal ein. Dann wird der vorhandene Kreißsaal modernisiert und erweitert, um für mehr Babys (Symbolfoto) gerüstet zu sein. Mitte 2022 schließt der Kreißsaal im Borkener Krankenhaus und werdende Mütter aus der Kreisstadt müssen dann zum Entbinden nach Bocholt oder in andere Krankenhäuser mit Gynäkologie und Geburtshilfe. © Pixabay

Ein heller und freundlicher Übergangskreißsaal geht ab dem 1. Juli mit gleichem Angebot wie zuvor an neuer Stel­le offiziell in Betrieb. Damit ist ein erster großer Schritt in der Stärkung des Fachbereichs Gynäkologie und Geburtshilfe am Standort St. Agnes-Hospital Bocholt jetzt gegangen.

Für das bereits veröffentlichte Zukunftskonzept des Bocholter Krankenhauses - nämlich die Zusammenführung der gynäkolo­gisch-geburtshilflichen Kliniken aus Borken und Bocholt sowie den Ausbau der Kapazitäten und des Angebots in Bocholt - war dieser Umzug zwingend erforderlich.

Hintergrundinformation zum Übergangskreißsaal:

  • Nettogrundfläche 488 Quadratmeter
  • 3 Kreißsäale, 1 Reanimationsraum, 1 Stationsbad, 2 Wehenzimmer, 1 Aufnahmeraum, 1 Ultraschallraum, 2 Arztzimmer, 1 Wartebereich
  • Der Übergangskreißsaal befindet sich im 3. Obergeschoss des Bettenhauses und ist über das Patientenleitsystem ausgeschildert.
Der Übergangs­kreißsaal wird seinen Betrieb voraussichtlich für die Dauer von zirka neun Monaten an verlagerter Stelle fortführen, damit an der eigentlichen Lokalität ein erweiterter und modernisierter Kreißsaal entstehen kann.

Bestmögliche Versorgung sicherstellen

Die Oberärztin Margo te Woerd - van Dooren beschreibt, dass die bestmögliche Versorgung weiterhin gewährleistet ist: „Unser oberstes Anliegen in dieser Übergangszeit ist es, die Betreuung der Schwangeren auf gewohnt gleich hohem Niveau wie bisher sicher zu stellen.“ So müssten sich die ent­bindenden Frauen zwar an neue Räumlichkeiten gewöhnen, nicht jedoch an ein verändertes Angebot.

„Wir legen besonde­ren Wert darauf, dass auch für die Familien, die sich in dieser baulichen Übergangsphase für eine Entbindung in unserem Haus entscheiden, die Geburt ihres Kindes ein unvergessliches und wunderschönes Ereignis sein wird“, ergänzt die leitende Hebamme Hildegard Stroick-Wesseling.

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Für die Verlagerung des Kreißsaales auf eine ehemalige Normalstation musste im Vorfeld baulich einiges hergerichtet werden. „Beispielsweise haben wir aufgrund erhöhter Sicher­heitsanforderungen in einem Kreißsaal, vergleichbar mit einer Intensivstation, ein Sicherheitsstromnetz geschaffen sowie ableitfähige Bodenbeläge verlegt“, zählt der technische Leiter im St. Agnes-Hospital Maik Vering einige Baumaßnahmen auf. „Das komplette, jetzt schon vorhandene Raumprogramm, also alle Räume, die bisher schon vorhanden waren, gibt es auch in dem Übergangskreißsaal“, versichert Vering.

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„Die Verlegung des Kreißsaales ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung unseres übergeordneten Zieles, das St. Agnes- Hospital in den nächsten Jahren baulich fit für die Zukunft zu machen“, berichtet Geschäftsführer Herbert Mäteling in einer Pressemitteilung des Klinikverbundes. Das neue Raumkonzept sei sowohl nötig, um optimale Bedin­gungen für die Behandlung und Unterbringung der Patientinnen gewährleisten zu können, als auch attraktive und zukunftsorientier­te Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter anzubieten.

Außerdem folgen dem modernisierten Kreißsaal zusätzliche Erwei­terungen, die den Fachbereich Gynäkologie und Geburtshilfe stär­ken werden. So wird ein weiterer Kreißsaal, der auch für Notfälle genutzt werden kann, geschaffen.

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Des Weiteren werden zusätzliche Untersuchungs- und Überwachungsräume eingerichtet sowie ein vorgelagerter Ultraschalluntersuchungsraum. Dort können dann zukünftig zirka 1.500 Geburten im Jahr stattfinden.

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