Nach tödlichen Messerstichen in Bocholt: Beschuldigter sitzt in U-Haft

mlzTötungsdelikt in Bocholt

Der 33-jährige Bocholter, der beschuldigt wird, am Samstag einen 21-jährigen Bocholter mit Messerstichen getötet zu haben, sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei vermutet ein Motiv.

von Ludwig van der Linde

Bocholt

, 11.02.2020, 12:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Die Staatsanwaltschaft Münster hat beim zuständigen Amtsgericht den Erlass eines Haftbefehls wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes beantragt“, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Der 33-Jährige sei einem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser Richter habe danach die U-Haft angeordnet. „Bislang hat sich der Beschuldigte nicht zu den Tatvorwürfen eingelassen“, so Botzenhardt weiter.

Wie berichtet, war es am Samstagabend gegen 21.30 Uhr an der Yorckstraße zu einer zunächst verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern gekommen. Der 33-Jährige soll dann ein Messer gezückt und mehrfach auf den 21-Jährigen eingestochen haben. Der junge Mann erlag seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Polizei vermutet als Motiv Eifersucht

Die Staatsanwaltschaft vermutet als Motiv Eifersucht. Nach ihren ersten Erkenntnissen hatte der 21-jährige Bocholter eine Beziehung zu der von dem 33-Jährigen getrennt lebenden Frau. „Wir versuchen jetzt, die Umstände der Tat aufzuklären. Die Ermittlungen stehen ganz am Anfang“, sagte Botzenhardt im Gespräch mit der Redaktion.

Sollte es zu einem Prozess vor dem Landgericht Münster kommen, muss der spätestens in einem halben Jahr beginnen.

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