Neue Nutzung für den alten Weseker Bahnhof

mlzBahnhof Weseke

Als Güterhalle und Jugendtreff wurde die Halle des ehemaligen Weseker Bahnhofs schon genutzt. Jetzt beginnt ein neues Kapitel in der wechselvollen Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes. Im „Design-Bahnhof“ werden demnächst ein Friseursalon, ein Kosmetik- und ein Bleaching-Studio unter einem Dach vereint sein.

von Markus Schönherr

Weseke

, 17.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schick und rustikal, historisch und modern, funktional und ästhetisch – diese Verbindungen wird der ehemalige Weseker Bahnhof eingehen, wenn er am 3. November in neuer Funktion wieder eröffnet wird. „Design-Bahnhof“ nennen die Betreiber Marion und Heinz Mörkens sowie Nina Rüter ihr Projekt. In dem denkmalgeschützten Gebäude werden sie komplette Beauty-Pakete anbieten. Friseursalon, Kosmetik- und Bleaching-Studio in einem wird die 100 Quadratmeter große ehemalige Güterhalle dann sein. Kulturveranstaltungen sollen ebenfalls in dem fast 120 Jahre alten Gebäude stattfinden.

Neues und Altes nebeneinander

Seit August sind die neuen Mieter dabei, das alte Bahnhofsgebäude für die neue Nutzung herzurichten. „Wir wollen ein freundliches Ambiente schaffen“, sagt Heinz Mörkens. Der Denkmalschutz schreibt vor, dass dabei die historischen Eigenheiten des Gebäudes erhalten bleiben. Die alten Deckenbalken prägen den großen Raum noch genauso wie die erhaltenen Fenster. Im Kontrast dazu stehen die Designermöbel, die einerseits ihre Funktionen erfüllen, andererseits aber auch schick und bequem sind.

Den größten Teil des Raumes wird der Friseursalon „Mia M“ einnehmen. Er wird von Marion Mörkens geleitet. Zwei angestellte Friseurinnen arbeiten dort mit ihr. Daran angeschlossen ist das Kosmetikstudio „Beauty 36“, in dem eine weitere Angestellte arbeiten wird. Angebote wie Fußpflege finden in einem separaten Raum statt.

In einem weiteren Bereich der ehemaligen Güterhalle wird Nina Rüter für hellere Zähne bei ihren Kunden sorgen. Nach drei Jahren in Gemen zieht sie mit ihrem Studio „Smile Bleaching“ nach Weseke um. „Schmerzfrei und schonend“ sei die Behandlung, verspricht Nina Rüter. Zusammen mit den anderen Angeboten des „Design-Bahnhofs“ ergebe sich „ein Puzzle, das gut zusammenpasst“.

Kultur im Bahnhof

In Zukunft könnten auch Veranstaltungen wie Konzerte und Ausstellungen im ehemaligen Bahnhof stattfinden, sagt Heinz Mörkens. Die Nutzungen müssten im Detail zwar noch mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden, die Voraussetzungen dafür haben die Betreiber aber schon geschaffen. Das Mobilliar ist im wahrsten Sinne des Wortes mobil und kann bei Bedarf weichen. Auch außen gibt es Möglichkeiten für öffentliche Events. Eine Terrasse hinter dem Gebäude soll noch loungeartig hergerichtet werden. Ein großer Garten gehört ebenfalls zum Objekt.

Güterhalle war auch Jugendtreff

Für den ehemaligen Weseker Bahnhof beginnt mit der Neueröffnung am 3. November (Dienstag) ein weiteres Kapitel seiner wechselvollen Geschichte. Nach der Nutzung als Bahnhof übernahm Familie Niehaus das Ensemble, das sie bis heute auch zum Teil bewohnt. Die ehemalige Güterhalle war rund 20 Jahre lang Heimat des Jugendtreffs Gleis 36, der mittlerweile im neuen Weseker Dorfgemeinschaftshaus zu Hause ist.

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