Prinzessin Sophia baut in Coesfeld Grünkohl und Sellerie an

mlzBio-Gemüseanbau

Seit 2014 baut die Familie von Sophia Prinzessin zu Salm-Salm mit dem Kooperationspartner Bio-Lesker aus Stadtlohn auf rund 28 Hektar Biogemüse an. Die Prinzessin packt auch selbst mit an.

von Jessica Demmer

Coesfeld

, 10.11.2020, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Roder hat ganze Arbeit geleistet, die großen und kleinen Sellerieknollen liegen schon oben auf der Erde. Die Saisonarbeiter Alexandra Colovos und Dorin Harko sammeln sie auf und trennen sie blitzschnell von Wurzeln und Grün. Knolle für Knolle wandert der Sellerie in eine Kiste.

Kooperationspartner in Stadtlohn

Trotz oder gerade wegen der Temperaturen ist auf den Gemüsefeldern rund um die Loburg aktuell einiges zu tun. „Allein vom Sellerie haben wir einen Hektar, im Mai und Juni haben wir schon mal geerntet“, berichtet Vorarbeiter Robert Ciunta. „Eine große Knolle wiegt rund 800 Gramm.“ Der Anbau sei eine Kunst, nicht zu klein, nicht zu groß darf das Gemüse sein.

Seit 2014 baut die Familie von Sophia Prinzessin zu Salm-Salm zusammen mit dem Kooperationspartner Bio-Lesker aus Stadtlohn auf rund 28 Hektar Biogemüse an. Klassiker wie Grünkohl, Blumenkohl, Porree, Kohlrabi, Grünkohl, Zucchini, Radicchio, Salat, Kürbis, Steckrüben, Fenchel oder Rotkohl wachsen neben noch unbekannteren Sorten, zum Beispiel dem Jaromakohl.

Neue Sorten schmackhaft machen

„Es ist nicht immer ganz einfach neue Sorten auf den Markt zu bringen, man braucht den direkten Zugang zu den Kunden, um ihnen zu erklären, wie es schmeckt und was man damit machen kann“, berichtet Prinzessin Sophia zu Salm-Salm. „Die Blätter beim Jaromakohl sind weich wie beim Chinakohl und schmecken super im Salat. Die großen Blätter kann man auch gut für Kohlrouladen nutzen.“

Über das ganze Jahr verteilt wird an der Loburg angebaut und geerntet. „Grünkohl schmeckt übrigens auch ohne Frost sehr gut“, sagt sie mit einem Zwinkern. Wenn das Gemüse reif ist, wird es dem Bio-Großhandel Weiling und der Bio-Genossenschaft angeboten, natürlich nimmt auch Bio-Lesker einen Teil der Ware ab.

„Super Stimmung auf dem Feld“

Sie selbst sei nicht maßgeblich verantwortlich für den Anbau, sagt die Prinzessin. „Das sind unsere Mitarbeiterin Karin Hagenguth als Hauptgärtnerin und unser Vorarbeiter Robert Ciunta“, betont sie. Trotzdem helfe sie überall, wenn es darauf ankommt. „Als wir im Frühjahr wegen der Corona-Pandemie nicht genug Helfer hatten, haben wir als Familie mitgeholfen zu pflanzen. Es ist gut auch mal selbst zu merken, wie viel Arbeit das ist“, zeigt sich die studierte Diplom-Agraringenieurin bodenständig. „Und wir haben hier wirklich eine super Stimmung auf dem Feld.“

Das Gemüse hat eine Bioland-Zertifizierung. „Wir haben einen hohen Anspruch an die Qualität und verkaufen das Gemüse im Grundsatz frisch.“ Über die Vetriebspartner gelangt es in den Einzelhandel. „Bio-Lesker bietet zum Beispiel auch einen Lieferservice an“. Den braucht die Prinzessin selbst natürlich nicht, hat sie doch gerade eine unansehnliche, wenn auch nicht weniger schmackhafte Kohlrabi auf dem Feld entdeckt. „Die nehme ich direkt mit fürs Mittagessen.“

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