Raesfelder erhält erpresserische E-Mail und wendet sich an die Polizei

mlzPolizei Borken

Einen Raesfelder wurde per E-Mail angedroht, angeblich abgefangene Dateien mit kinderpornografischen Inhalten zu veröffentlichen, sollte er nicht 5000 Euro überweisen.

von Andreas Rentel

Raesfeld

, 24.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Angeblich seien vier Videodateien gespeichert worden, die sich der Raesfelder angeschaut haben soll. „Wenn Sie die Bitcoins nicht innerhalb einer Woche senden, sende ich die Videodateien auch an Ihre örtliche Polizeidienststelle. Dein Leben wird ruiniert sein, vertrau mir“, drohte der anonyme Verfasser.

Die Versuche des Raesfelders, die E-Mail an die Polizei weiterzuleiten, scheiterten. Als „mysteriös“ empfindet er diesen Umstand. Er habe sich telefonisch bei der Polizei gemeldet und schließlich auf der Wache mit einem Kriminalhauptkommissar gesprochen.

Mails werden zu Tausenden verschickt

„Das ist eine Straftat. Wir raten dazu, Anzeige zu erstatten“, sagt Markus Hüls von der Pressestelle der Kreispolizei Borken. „Die Masche ändert sich“, ergänzt er. Aber „in der Regel“ sei an den Drohungen nichts dran. „Das kommt immer mal wieder vor“, sagt Hüls über diese erpresserischen Schreiben. Der Fall des Raesfelders sei insoweit typisch. Den Verfassern dieser E-Mails gehe es darum, Angst zu verbreiten. Mancher überlege vielleicht, ob die Vorwürfe zutreffend sein könnten und zahle. Nach den Erfahrungen der Polizei werden diese E-Mails zu Tausenden verschickt. Wenn nur wenige Adressaten der Drohung nachgäben, habe sich die Masche schon gelohnt.

Vielleicht komme bei einem Ermittlungsverfahren nichts heraus, erklärt Hüls. Der Kontakt mit der Polizei sei aber schon deshalb sinnvoll, so der Polizist weiter, weil die Beamten Verhaltenstipps geben können.

Diese sind im Internet zu finden.

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