Spatenstich für Tank- und Rastanlagen an der A31 – wann können die ersten Autos parken?

mlzAutobahn 31

Zwei neue Tank- und Rastanlagen soll es an der Autobahn 31 geben. Am Montag gab es den offiziellen Spatenstich. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst wies auf einen besonderen Umstand hin.

von Lars Johann-Krone

Velen/Gescher

, 09.12.2019, 16:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Belegte Brötchen, Gulaschsuppe und Kaffee gibt es am Montagvormittag auf einem der beiden Autobahn-Rastplätze in Gescher-Hochmoor. Unter anderem Landesverkehrsminister Hendrik Wüst, Landrat Dr. Kai Zwicker sowie Geschers Bürgermeister Thomas Kerkhoff und Velens Bürgermeisterin Dagmar Jeske sind zum Spatenstich für den Bau von zwei neuen Tank- und Rastanlagen an der Autobahn 31 gekommen.

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Künftig soll es Brötchen und Gulaschsuppe dann in Autobahnrestaurants geben, je eines pro Fahrtrichtung. Tankstellen und mehr Parkflächen entstehen ebenfalls. Rund 22 Millionen Euro wird der Bund in den nächsten beiden Jahren in den Bau der beiden Anlagen investieren. Die Rastanlagen in Hochmoor werden die zweiten ihrer Art entlang der rund 240 Kilometer langen Autobahn 31 von Bottrop nach Emden.

Hendrik Wüst: „Die Menschen verstehen, was wir hier tun“

„Die Tatsache, dass hier niemand gegen den Bau der Anlagen geklagt hat, zeigt, dass die Menschen verstehen, was wir hier tun“, sagt Hendrik Wüst. Alles, was hier künftig gebaut wird, werde dringend benötigt, ergänzt der NRW-Verkehrsminister. „Wenn man schaut, was auf unseren Straßen los ist, weiß man, wie sehr der Lkw-Verkehr zunimmt. Nichts ist schlimmer, wenn Fahrer abends keinen Stellplatz finden und übermüdet durch die Gegend fahren.“

Auf den beiden Rastplätzen in Gescher-Hochmoor gibt es aktuell 100 Pkw- und 36 Lkw-Stellplätze. „Wenn wir mit dem Bau fertig sind, werden es insgesamt 124 Stellflächen für Pkw, 143 für Lkw und neun für Busse sein“, erklärt Manfred Ransmann, Leiter der Niederlassung Münsterland des Landesbetriebs Straßen.NRW. Er dankte auch den Vertretern der Bezirksregierung, die bei der Beschaffung der benötigten Flächen ganze Arbeit geleistet hätten.

Der „ein oder andere Arbeitsplatz“ wird entstehen

So ein Projekt werde auch in der Umgebung wahrgenommen, zumal es die ersten Tank- und Rastanlagen im Kreis Borken ist, sagt Geschers Bürgermeister Thomas Kerkhoff. „Ich gehe auch davon aus, dass hier der eine oder andere Arbeitsplatz entstehen wird. Von daher denke ich, dass diese Anlage einen positiven Effekt für unseren Ort hat.“

Auch Velens Bürgermeisterin Dagmar Jeseke geht davon aus, dass die neuen Anlagen für Velen gut sein können. „Es fehlen definitiv Raststätten entlang der A31. Es schafft vielleicht Arbeitsplätze. Und es kann die Region bekannter machen, wenn Rastende hier eine Karte sehen und sich denken, vielleicht bei uns Urlaub zu machen“, sagte Jeske.

Bauzeit wird auf zwei Jahre geschätzt

Rund zwei Jahre soll der Bau der Anlagen dauern. „Die ersten vorbereitenden Arbeiten hat die Baufirma Strabag schon vorgenommen“, erklärte Manfred Ransmann. Ein Betreiber für die Tank- und Rastanlagen müsse aber noch gefunden werden. Das werde europaweit ausgeschrieben, so Ransmann. Der Gewinner dieser Ausschreibung sei künftig auch für den Bau der Gebäude auf den Rastplätzen und für die Pflege verantwortlich, ergänzt er.

Mehr als 500 Meter Lärmschutzwände schirmen die Tank- und Rastanlagen auf der Ost- und Westseite vom Autobahn-Verkehr ab. Als Sichtschutz zum teilweise bewohnten Umland sind bepflanzte Wälle vorgesehen.

Fledermäuse werden mit technischen Mitteln geschont

Zudem wird in Fahrtrichtung Norden eine Kontrollstelle mit separater Wiegespur des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) eingerichtet. LED-Leuchten sollen dafür sorgen, dass Fledermäuse, die in einem angrenzenden Eichenwald leben, möglichst umfassend geschont werden. Bereits im Vorfeld wurde auch neuer Lebensraum für den seltenen Kleinen Wasserfrosch geschaffen. Ein Stück Wald wurde in eine Teichlandschaft umgewandelt, um dieser Amphibienart Entwicklungsbedingungen zu bieten.

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