Taxifahren soll im Kreis Borken teurer werden

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Wer künftig ein Taxi bestellt, muss wohl etwas tiefer ins Portemonnaie greifen. Die Behörden und der Taxi-Verband haben sich über Rahmenbedingungen unterhalten.

von Von Josef Barnekamp

Kreis Borken

, 05.09.2019, 11:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Taxifahren im Kreis Borken soll mit Wirkung zum 1. November teurer werden. Das ist einer Vorlage für den in der kommenden Woche tagenden Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Bauen zu entnehmen. Die Grundgebühr könnte um zehn Prozent steigen, die übrigen Tarife wie etwa der Kilometersatz um fünf Prozent. Das Gremium des Kreises diskutiert das Thema, weil der Kreis Borken die Taxi-Tarife genehmigen muss.

Kompromiss gefunden

Laut Sitzungsvorlage hatte der Verband des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs NRW (VSPV) beantragt, die Taxi-Tarife generell um zehn Prozent zu erhöhen. Begründet wurde das zum einen mit der anstehenden Erhöhung des Mindestlohnes von 9,19 Euro auf 9,35 Euro.

Auch andere Posten wie Reparaturen und Versicherungen seien teurer geworden, argumentiert der Taxi-Verband. Er hatte ähnliche Anträge auch in den Nachbarkreisen gestellt. Eine solche Erhöhung habe auch die überwiegende Mehrzahl der 31 konzessionierten Taxiunternehmen im Kreis Borken befürwortet, heißt es.

Nach einem Gespräch zwischen dem Kreis Borken, Vertretern von VSPV, einigen regionalen Taxiunternehmen und der IHK hat sich laut Sitzungsvorlage ein Kompromiss herauskristallisiert, der eine Erhöhung der Grundgebühr um etwa zehn Prozent vorsieht. Sie würde – falls der Kreistag als letzte Instanz zustimmt – tagsüber von derzeit 3,20 auf 3,50 Euro und nachts sowie sonn- und feiertags von 3,60 auf 3,90 Euro steigen.

Das Entgelt für einen Kilometer Taxifahrt würde werktags von zwei auf 2,20 Euro steigen, nachts und an Sonn- und Feiertagen von 2,10 uaf 2,20 Euro.

Anfahrtsregelung ist Knackpunkt

Ein Knackpunkt in der Diskussion zwischen Kreisen und Taxiverband ist offenbar die Frage, wie man die sogenannte Anfahrtsregelung gestaltet: Während in den Kreisen Warendorf und Steinfurt für Fahrten im gesamten Betriebssitz des Taxiunternehmens keine Anfahrtskosten erhoben werden, können das Taxifirmen in den Kreisen Borken und Coesfeld bislang sehr wohl tun.

Sie können sich bislang Anfahrten vom Betriebssitz in den Außenbereich oder eine andere Ortschaft bezahlen lassen, beispielsweise Anfahrten von Borken nach Burlo oder von Gronau nach Epe. Das, so die Taxiunternehmen in der Region, sollte beibehalten werden, weil so auch weiter entfernte Ortsteile wirtschaftlich bedient werden könnten. Hier sieht die Sitzungsvorlage einen Kompromiss vor, der eine grundsätzliche Beibehaltung der Regelung im Kreis Borken vorsieht. Gleichzeitig soll geklärt werden, wie das in Einzelfällen aussieht.

Der Ausschuss tagt am kommenden Mittwoch, 11. September, ab 18 Uhr im Kreishaus.

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