Weseke Dragees: Produktion und Umzug laufen planmäßig

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Trotz Corona laufen bei Weseke Dragees die Produktion und der Umzug planmäßig. Die Pandemie wirke sich hier „vor allen Dingen in Form von massiv erhöhten Hygienemaßnahmen“ aus.

von Peter Berger

Weseke

, 19.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hilft Süßes gegen saure Zeiten? Die Antwort von Dieter Schäfer fällt eher nüchtern aus. „Wir produzieren nach wie vor und auch nach Plan“, sagt Schäfer, Sprecher der Unternehmensgruppe Rübezahl Schokoladen GmbH, zu der die Firma Weseke Dragees. Kurzarbeit habe es „während Corona“ nicht gegeben. Die Pandemie wirke sich bei Weseke Dragees „vor allen Dingen in Form von massiv erhöhten Hygienemaßnahmen“ aus.

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Die Produktion laufe antizyklisch, hergestellt würden die Süßwaren immer eine Saison vorher. Wie sich der Süßwarenmarkt insgesamt verhalte, werde sich bald zeigen. „Besonders im Export, wo die Kaufkraft gerade in wirtschaftlich schwächeren Ländern zurückgeht“, so Schäfer. Sicherlich sei das von Produkt zu Produkt und auch von Land zu Land sehr unterschiedlich.

Zusätzliche Reinigungskräfte

Die ohnehin strengen Hygienemaßnahmen seien weiter ausgedehnt worden. Die Mitarbeiter hätten einen Sicherheitsabstand von etwa zwei Metern. „Wo dieser aufgrund der Anlagen und bei einer Verweildauer von mehr als 15 Minuten nicht eingehalten werden kann, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden“, erklärt der Sprecher. An jedem Eingang befinden sich zudem Desinfektionsstationen und die Hygieneregeln. Wir beschäftigen auch zusätzliche Reinigungskräfte.

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Darüber hinaus werden die Türgriffe regelmäßig desinfiziert. „Wir haben aber auch die Pausenzeiten auseinandergezogen und die Schichtübergaben verändert, das heißt die einzelnen Schichten begegnen sich nicht mehr“, so Schäfer weiter. Das Tragen von Hygienekleidung und Kopfbedeckung sei schon zuvor obligatorisch gewesen.

Abklatschproben der Belegschaft

Zu den vielen Detailregeln gehört, dass prinzipiell keine Schmuckgegenstände oder Uhren in der Produktion getragen werden und keine Fremdgegenstände in das Produktionsgebäude genommen werden dürfen. Darüber hinaus analysiere die Qualitätssicherung regelmäßig sogenannte Abklatschproben der Belegschaft.

Ebenfalls planmäßig verläuft der Umzug in das neue Werk, das das Unternehmen für zwölf Millionen Euro auf auf der anderen Seite der Nordvelener Straße auf einer Fläche von 12.000 Quadratmetern errichtet. Dreiviertel der Maschinen seien bereits verlagert worden. Zum Teil sei die Produktion dort bereits angelaufen. Abgeschlossen sein soll der Umzug im Juli.

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