Wildblumenwiesen: Insekten soll es auch in 2021 gutgehen in Gescher

Insekten

Die Stadt Gescher möchte auch im kommenden Jahr etwas für Insekten tun und natürlichen Lebensraum zur Verfügung stellen. Es werden wieder Wildblumenwiesen auf einigen Flächen der Stadt gesät.

Gescher

von Jürgen Schroer

, 08.12.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
An diesen Standorten (rot markiert) möchte die Stadt Gescher 2021 Blühwiesen anlegen. Hinzu kommen zwei Flächen in Hochmoor (Grüne Mitte und Friedhof). Außerdem wird Saatgut an Privatleute abgegeben.

An diesen Standorten (rot markiert) möchte die Stadt Gescher 2021 Blühwiesen anlegen. Hinzu kommen zwei Flächen in Hochmoor (Grüne Mitte und Friedhof). Außerdem wird Saatgut an Privatleute abgegeben. © Foto: az

Auch im nächsten Sommer soll es in Gescher und Hochmoor an vielen Stellen blühen, damit Bienen und andere Insekten einen natürlichen Lebensraum vorfinden. Die Stadt Gescher möchte auf eigenen Flächen wieder Wildblumenwiesen einsäen – 2100 Quadratmeter sollen auf diese Weise ökologisch aufgewertet werden.

Darüber hinaus soll wieder Saatgut an interessierte Bürger ausgegeben werden, die damit auf ihren eigenen Flächen Wildblumenwiesen anlegen können. Bis zu 125 Haushalte werden laut Verwaltungsvorschlag berücksichtigt – deutlich mehr als in diesem Jahr. Der Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Umwelt befasst sich am morgigen Mittwoch mit dem Thema (öffentliche Sitzung ab 18 Uhr im Rathaus).

Insgesamt zehn städtische Standorte

Vorgeschlagen wird, Saatgut mit einer hohen ökologischen Wertigkeit zu nehmen und die Beschaffung über den Interkommunalen Bauhof (IKB) vorzunehmen. In diesem Jahr sind insgesamt acht städtische Standorte mit Wildblumen eingesät worden. Dazu zählen öffentliche Grünflächen an der Kunsthalle Hense und am Grenzlandring, Berkeltal und Stadtpark, die Freifläche an der Hauptstraße, das Gelände an der Kläranlage, ein Areal am Bauhof und die Grüne Mitte Hochmoor.

Im kommenden Jahr möchte die Verwaltung zwei städtische Flächen zusätzlich einsäen. Sie schlägt dafür den westlichen Teil des Friedhofes (zwischen Lerchenweg und Nordkamp) vor, wo 200 Quadratmeter Wildblumenwiese entstehen soll. Eine ähnliche Größenordnung lasse sich auf dem Friedhof Hochmoor realisieren.

Saatgut für 5000 Quadratmeter

Sobald der Ausschuss grünes Licht gibt, können auch die Gescheraner Bürger der Insektenwelt wieder Gutes tun und formlos Saatgut beantragen. In der Vergangenheit war die Nachfrage größer als das Angebot: 87 Bürger beantragten Saatgut für eine Fläche von knapp 3200 Quadratmetern, vorgesehen war eine maximale Fläche von 1000 Quadratmetern. Deshalb soll die abzugebende Menge nun erhöht werden: Die Verwaltung empfiehlt, eine Gesamtfläche von 5000 Quadratmetern zu bedienen.

Da nach den Erfahrungen der ersten Aktion durchschnittlich Sämereien für 40 Quadratmeter beantragt werden, könnten folglich etwa 125 Haushalte von der kostenlosen Abgabe profitieren. Bis Ende Januar 2021 werden entsprechende Anträge im Rathaus entgegengenommen, heißt es. Die Gesamtkosten für die Stadt belaufen sich auf 1000 Euro.

Feedback nach erster Aktion positiv

Festgelegt ist, dass jeder Antragsteller maximal die Menge Saatgut erhält, die zur Einsaat einer 50-Quadratmeter-Fläche erforderlich ist. Um einen ökologischen Nutzen zu erzielen, muss die anzulegende Fläche mindestens fünf Quadratmeter groß sein. Die Bildung von Teilflächen ist erlaubt, sofern damit die Mindestgröße nicht unterschritten wird. Auf Verlangen der Stadt muss der Antragsteller per Fotos die Umwandlung der Flächen nachweisen.

Das Feedback der Bürger nach der ersten Aktion sei positiv gewesen: Sie hätten sich mit der Qualität des Saatguts und dem Erscheinungsbild der Blühwiesen sehr zufrieden gezeigt.

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