Ihre Auftritte mit Udo Lindenberg und dem Panikorchester wird Leonie Benning nicht so schnell vergessen. Bei acht Konzerten stand die Zehnjährige mit dem „Panik-Präsidenten“ auf der Bühne.

von Theo Theissen

Bocholt

, 31.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei acht großen Konzerten stand die zehnjährige Leonie Benning aus Bocholt mit dem „Panik-Präsidenten“ auf der Bühne – unter anderem in Berlin, Hamburg, Erfurt, München und Leipzig. Lampenfieber hatte die kleine Sängerin nach eigenen Angaben nur bei ihrem ersten Auftritt in Berlin, als sie erstmals vor rund 20.000 Menschen im Scheinwerferlicht auf der großen Bühne stand. „Danach war es ja dann irgendwie immer dasselbe“, sagt Leonie cool.

Die Bocholterin besucht die Gesamtschule und singt gerne. Über den „Wolkenschloss-Chor“ von Caro Frölian und Andreas Lebbing bewarb sie sich mit einem kleinen Video bei „Kids on stage“, einem Kindershowchor für Film-, Fernsehen- und Konzertauftritte mit prominenten Künstlern.

Achtstündiges Casting

Sie wurde nach Düsseldorf zu einem achtstündigen Casting eingeladen und später zu einem dreitägigen Trainingscamp. Hier übte sie neben ihren Liedern auch die Choreografie für die Auftritte ein. „Das hat großen Spaß gemacht, war manchmal aber auch ganz schön stressig“, sagt Leonie.

Ausgestattet mit ihrer eigenen Tour-Jacke – ihre Eltern hatten ihr die Jacke für 75 Euro gekauft – begleitete Leonie zusammen mit 20 anderen Kindern das Panikorchester bei einem Teil der ausverkauften Hallentour. Bei Hits wie „Wozu sind Kriege da?“, „Sonderzug nach Pankow“, „Wir ziehen in den Frieden“ und „Honkey Tonky Show“ sang der Kinderchor auf der Bühne. Dafür wurde die Bocholterin 15 Tage lang vom Schulunterricht befreit.

Hausaufgaben für die Schule standen auf dem Tagesplan

Udo Lindenberg traf die Zehnjährige nur bei den gemeinsamen Auftritten auf der Bühne. Darüber hinaus gab es keine weiteren Treffen mit dem deutschen Rockstar, was Leonie ein bisschen schade findet. Die Kinder wurden rund um die Uhr von der Chorleiterin Michele Huesmann und ihrem Team betreut. Cola gab es nur an Konzertabenden, Handys mussten abgegeben werden und Hausaufgaben für die Schule standen ebenfalls auf dem Tagesplan.

Udo Lindenberg, hier bei einem Konzert in Dortmund.

Udo Lindenberg, hier bei einem Konzert in Dortmund. © Schaper

„Wir haben viel gesungen, gespielt und hatten Spaß. Alle waren sehr nett“, sagt Leonie. Untergebracht waren die Kinder während der Tour in Hotels. Meistens ging es gegen 14 Uhr zum Soundcheck in die Konzerthalle und dann abends gegen 19 Uhr mit dem Tourbus zum Auftritt. Manchmal war das mit viel Fahrerei verbunden, zum Beispiel in Erfurt, als die Kinder in einem Hotel in Leipzig übernachteten.

Viele Infos über über Instagram und Facebook

Leonies Eltern erhielten, während ihre Tochter mit Udo Lindenberg auf Tour war, von der Tourleitung über Instagram und Facebook viele Fotos, Videos und Infos. „Wir waren ständig auf dem Laufenden, was unsere Tochter anging“, sagt Leonies Mutter, Sonja Benning. Sie selbst kann mit der Musik von Udo Lindenberg nicht viel anfangen. „Ich bin eher ein Fan von der Band Take That“, sagt sie.

Unter den Kindern entstanden Freundschaften. Die gemeinsamen Erlebnisse schweißten die Chorgemeinschaft zusammen. „Am 14. September sehen wir uns alle wieder, dann wird ein Video gedreht“, freut sich Leonie. Udo Lindenberg wird allerdings wegen anderer Termine bei dem Treffen nicht mit dabei sein.

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